„Heat4Ever“-Technologie soll "Pfälzer Wärme" fördern: Stadtwerke Kaiserslautern unterzeichnen Absichtserklärung mit Green Therma

06.03.2026
Das Aufsuchungsfeld "Lutrina" der Stadtwerke Kaiserslautern

Mit dem Projekt „Pfälzer Wärme“ haben die Stadtwerke Kaiserslautern damit begonnen, eine klimaneutrale Fernwärmeversorgung aus Tiefengeothermie anzustreben. Nach der 3D-Seismik im Herbst 2025 gibt es jetzt eine Absichtserklärung, welche Technologie zur Erschließung der Erdwärme zum Einsatz kommen soll. 

Unterzeichnet haben die Stadtwerke Kaiserslautern (SWK) diese Absichtserklärung mit dem Unternehmen Green Therma. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll bewertet werden, wie Green Thermas „Heat4Ever“-Technologie das 105 Kilometer lange Fernwärmenetz der SWK speisen kann, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Im Gegensatz zu konventionellen hydrothermalen Systemen, die auf der Durchlässigkeit des Reservoirs basieren, arbeitet „Heat4Ever“ als geschlossenes System, das darauf ausgelegt ist, Fündigkeits- und Produktionsrisiken deutlich zu reduzieren, heißt es von Green Therma. „Die Energiewende erfordert skalierbare Lösungen mit reduziertem geologischem Risiko und hoher operativer Planbarkeit. Unsere Heat4Ever-Technologie ist genau darauf ausgelegt. Sie ermöglicht es Versorgungsunternehmen, geothermische Wärme mit größerer Sicherheit zu integrieren“, sagt Jørgen Peter Rasmussen, CEO von Green Therma.

Die gemeinsame Machbarkeitsstudie von Green Therma und SWK umfasst die Auswertung geologischer und geophysikalischer Daten, die Bewertung potenzieller Bohrstandorte sowie eine erste Analyse der Wärmegestehungskosten. Die SWK hat im Herbst 2025 eine 3D-seismische Untersuchung auf einer Fläche von 151 Quadratkilometern im Aufsuchungsgebiet  „Lutrina“ abgeschlossen und damit eine solide technische Grundlage für die Bewertung geschaffen.

„SWK ist entschlossen, seine Wärmeversorgung in Richtung Klimaneutralität zu transformieren und gleichzeitig eine hohe Versorgungssicherheit für unsere Kunden zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit mit Green Therma ermöglicht es uns, eine innovative geschlossene geothermische Lösung zu evaluieren, die die Versorgungssicherheit stärken und das geologische Risiko bei der Nutzung von Geothermie in unserem Transformationsprozess reduzieren kann“, sagt Dr. Arvid Blume, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kaiserslautern.

Vorbehaltlich positiver Ergebnisse werden die beiden Parteien die nächsten Schritte in Richtung eines potenziellen Tiefengeothermie-Projekts mit mehreren Bohrungen erörtern.

Erst im Dezember 2025 hat Green Therma eine Absichtserklärung mit den Hamburger Energiewerken unterzeichnet. Auch dort soll die Anwendung der „Heat4Ever“-Technologie zur Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes untersucht werden.