Heisseste fündige Bohrung des Molassebeckens ist in Holzkirchen

24.03.2017 | Hydrogeothermie | Jochen Schneider
Geothermiebohrung in Bayern

Der Projektentwickler Erdwerk verkündet auf Twitter die Ergebnisse der zweiten Geothermiebohrung in Holzkirchen. Das 150 °C heiße Tiefengrundwasser konnte im Rahmen des Langzeitfördertests kontinuierlich mit 50 Liter pro Sekunde gefördert werden.

Die zweite Bohrung in Holzkirchen mit einer Tiefe von 5.000 Meter soll als Förderbohrung dienen. Die Gemeindewerke wollen mit dem heißen Tiefengrundwasser Strom und Wärme für die Versorgung der Gemeinde gewinnen. Das Kraftwerk ist mit einer Leistung von ca. 3 Megawatt geplant, die thermische Leistung für die Wärmeversorgung liegt bei 20 Megawatt. Wie der Bundesverband Geothermie e.V. weiter mitteilt werden damit 80 Prozent der Gemeinde mit Wärme versorgt und 10.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Die Bohrung in Holzkirchen ist die heißeste, südlichste und erfolgreichste Bohrung im bayerischen Molassebecken. Die bisher heißeste Bohrung wurde im Projekt Geretsried mit 160 °C abgeteuft, jedoch konnte hier kein Tiefengrundwasser gefunden und geördert werden. Dies soll sich jedoch mit der Bohrung eines Sidetrack, die in Kürze beginnen soll, ändern.

Quelle:

Bundesverband Geothermie e.V.

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