Unter dem Namen „Pullach Süd“ soll die zweite Bohrung der IEP bereits im August abgeteuft werden. Der Bohrturm steht bereits an der vorgesehenen Stelle, auch der Bau des Heizkraftwerks läuft mit Hochdruck. Damit setzt die IEP den Ausbau der nachhaltigen Wärmeversorgung konsequent fort.
Heißes Tiefenwasser in fünf Kilometern Tiefe
Aus einer Tiefe von vier bis fünf Kilometern soll künftig 120 Grad heißes Tiefenwasser gefördert werden. Da sich am Standort bereits die erste Schluckbohrung befindet, sind die geologischen Gegebenheiten bekannt, was die Planungen zusätzlich absichert. Ab dem Winter 2028/29 könnte Pullach mit dieser zweiten Bohrung die Vollversorgung der Gemeinde mit Erdwärme erreichen.
Versorgung für die Region
Die neue Bohrung soll zunächst insbesondere die Firmen Linde und United Initiators mit Wärme versorgen. Wirtschaftlich interessant wird das Projekt allerdings erst mit zwei weiteren Bohrungen, die noch geplant sind. Erst dann könnte auch eine Anbindung von Neuried und Planegg an das Pullacher Wärmenetz realisiert werden. Insgesamt wird an der zweiten Bohrstelle eine Leistung von rund 60 Megawatt erwartet.
Zukunftspläne im Blick
Auch in Baierbrunn hat sich die IEP bereits Bergrechte gesichert und damit die Grundlage für mögliche weitere Vorhaben geschaffen.
Ehrgeiziger Nachbar an der Isar
Auch auf der anderen Isarseite treibt die Erdwärme Grünwald ihr Projekt „Perlenschnur“ weiter voran, ein zweites Heizkraftwerk in Laufzorn befindet sich im Aufbau. Mit den neuen Quellen soll künftig auch München rechts der Isar mitversorgt werden.