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Inbetriebnahme der zweiten Energiezentrale in Unterföhring

25. Februar 2016

In einer Pressemtteilung teilt die Betreibergesellschaft GEOVOL mit, dass der Probelauf der zweiten Energiezentrale beendet und sie feierlich in Betrieb genommen wurde. Sie hat nun eine geothermische Wärmeleistung von insgesamt 22 Megawatt.

Gestern ist die zweite geothermische Energiezentrale des Unterföhringer Wärmeversorgers GEOVOL feierlich in Betrieb genommen worden. Im Beisein der Bürgermeister, von Gemeinderatsmitgliedern sowie des GEOVOL-Aufsichtsrats hat das Projekt damit nun offiziell seinen Abschluss gefunden. Durch die neue Energiezentrale konnte die geothermische Wärmeleistung der Anlage von vormals zehn auf nun 22 Megawatt gesteigert werden.

Am 20. Februar 2014 hatte GEOVOL mit den Bohrarbeiten für die neue Dublette begonnen und damit Neuland betreten: Erstmals wurde in Deutschland eine bereits bestehende Geothermieanlage mit zwei neuen Bohrungen und einer zweiten Energiezentrale erweitert.

In der neuen Energiezentrale sind neben dem Geothermie- und Netzpumpenraum auch die Anlagen zur Netzdruckhaltung und Filterung sowie zwei große Blockheizkraftwerke mit je 600 Kilowatt Leistung untergebracht. Dadurch wird GEOVOL zukünftig einen Großteil des für die Tiefpumpen verbrauchten Stroms selbst erzeugen können. Auch die Raumkühlung ist ab sofort selbstgemacht: Dank der Adsorbtionsmaschinen wird mit der gewonnen Erdwärme auch Kälte zur Raumklimatisierung produziert. Die neue Energiezentrale verfügt über einen Konferenzraum für Schulungen, Workshops und Kundengespräche, aber auch Veranstaltungen für die örtliche Bevölkerung und die zahlreichen Besuchergruppen können empfangen werden.

Mit der neuen Energiezentrale will die GEOVOL das eigene Fernwärmenetz weiter auszubauen. Nachdem bislang nur der nördliche Ortsteil geothermisch versorgt wird, kann nun bis spätestens 2020 auch das südliche Unterföhring vollständig für die Erdwärmelieferung erschlossen werden. Gleichzeitig können sich beide Fernwärmekreise in Spitzenlastzeiten oder dem Ausfall einer Zentrale, gegenseitig versorgen. Ausserdem ist im Zuge der Anlagenerweiterung ein zweiter gasbetriebener Heizkessel mit 20 Megawatt Wärmeleistung eingebaut worden, der bei Engpässen einspringen kann. „Damit bieten wir eine Versorgungssicherheit, die jede Einzelheizung bei weitem übertrifft“, so Peter Lohr, Geschäftsführer der GEOVOL.

Bislang hat die Gemeinde rund 52 Millionen Euro in die Geothermieanlage und das Fernwärmenetz investiert. GEOVOL-Geschäftsführer Peter Lohr rechnet damit, dass sich die Investition in ungefähr 16 Jahren amortisiert hat. (js)

Quelle: 

GEOVOL

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