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Informationsbroschüre zum Geothermieprojekt in Haus

18. Februar 2021

Nachdem sämtliche erforderlichen Genehmigungen vorliegen, sollen im Südosten Bayerns zwischen Törring und Tengling nun bald die Bohrarbeiten zur Gewinnung heißen Tiefenwassers beginnen. Mit einer neuen Broschüre, die umfassend über das Projekt informiert, möchte die Geoenergie Bayern einen weiteren Beitrag zur Meinungsbildung leisten. Sie adressiert auch die kritisch gesehenen Themen Grundwasserschutz, Seismizität und Umweltschutz.

Außergewöhnlich gut ist das geothermische Potenzial im Landkreis Traunstein und auch im nördlich angrenzenden Landkreis Altötting. Hier sind schon mehrere Anlagen erfolgreich und reibungslos im Betrieb. Jetzt soll auch der Rupertiwinkel im Landkreis Traunstein an der Grenze zu Österreich weiter erschlossen werden. Neben der aktuell laufenden Bohrung in Kirchanschöring liegen für die Projekte in Haus und in Palling die Genehmigungen bereits vor, so dass beide in Kürze mit dem Bau der Bohrplätze beginnen können.

Im Aufsuchungsfeld „Törring“ sind vier von einem Bohrplatz ausgehende Bohrungen im Ortsteil Haus bei Tengling geplant. Seit vergangenem Herbst sind alle erforderlichen Genehmigungen unter Dach und Fach. Noch in der ersten Jahreshälfte 2021 will die projektentwickelnde Gesellschaft Geoenergie Bayern mit dem Bohrplatzbau beginnen.

Die Voruntersuchungen lassen in Tiefen zwischen 4.300 und 4.600 Metern heißes Tiefenwasser mit einer Temperatur von 130 Grad Celsius und einer Schüttung von bis zu 250 Litern pro Sekunde erwarten. Die Geoenergie Bayern plant mit dieser ergiebigen Wärmemenge ein Kraftwerk mit zehn Megawatt elektrischer Leistung, das jährlich über 60.000 Megawattstunden regenerativen und umweltfreundlichen Strom erzeugen und so über 11.000 Haushalte versorgen soll. Auch eine Wärmeauskopplung ist vorgesehen.

Transparente Informationen für die Bürger*innen

Wie bei den meisten größeren Infrastrukturvorhaben bestehen in der ortsansässigen Bevölkerung Vorbehalte. Die mit den größten Befürchtungen behafteten Themen sind der Schutz des Grundwassers und die Sorge, dass die Bohrungen seismische Ereignisse auslösen könnten. Auch über Naturschutz, Lärmemissionen und den Wärmeeintrag in die Umwelt diskutieren die Menschen vor Ort kontrovers.

Zu all diesen Themen stellt die neue Broschüre der Geothermie Bayern sachliche Informationen bereit, die aufzeigen, welche Risiken tatsächlich bestehen und was getan wird, um diese zu minimieren. Aufwendige Genehmigungsverfahren, die eine Vielzahl von Trägern öffentlicher Belange, Ämtern und Gutachten einbezogen haben, stellen sicher, dass der bestmögliche Standort gewählt wurde und alle Arbeiten auf dem höchsten technischen Standard durchgeführt werden.

Die Broschüre erläutert, wie genau die Genehmigungsverfahren abgelaufen sind, und lässt Experten zu den Themen Versicherungsschutz, Bohrungen und Tiefenwasser in Interviews zu Wort kommen. Auch ein Anwohner der Geothermieanlage Kirchweidach berichtet von seinen Erfahrungen während der Bohrungen.

Gleichzeitig zeigt die Broschüre die großen Chancen auf, die das Geothermiekraftwerk für die Region bietet: Wertschöpfung vor Ort, Gewerbesteuereinnahmen, sichere und kostenstabile Wärmeversorgung, CO2-neutrale Wärme ohne aufwendige Wärmedämmung und Platzersparnis im Heizungskeller sind für Haushalte und Gewerbe durchaus attraktiv. Die Kommune kann ihre Klimaschutzziele leichter erreichen und sichert sich ein weiteres Stück Energieautonomie. Dabei ist die Geothermie grundlastfähig, liefert ganzjährig bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit klimaneutrale Energie – und dies mit einem sehr überschaubaren Platzbedarf und einem geringen Eingriff ins Landschaftsbild.

Konzipiert und gestaltet wurde die Broschüre von der Agentur Enerchange. Sie steht hier zum kostenlosen Download bereit. (kj)

Quelle: 

Enerchange

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