Header Informationsportal Tiefe Geothermie

Interesse statt Trillerpfeifen

19. Juni 2012

Der Tag der offenen Tür in Brühl war offenbar ein Erfolg. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, gab es kaum Proteste. Stattdessen hätten sich „zahlreiche“ Menschen über die Geothermie und den Fortgang des Projekts informiert.

Der Veranstalter GeoEnergy geht von etwa dreihundert Besuchern aus. Bei den Gesprächen sei deutlich zu erkennen gewesen, „dass es in Brühl und den umliegenden Gemeinden viele Befürworter der Geothermienutzung gibt, die eine Realisierung des Projektes in Brühl begrüßen, wenn sichergestellt ist, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden“, teilt GeoEnergy auf seiner Homepage mit.

Es sei GeoEnergy nicht darum gegangen, alle Bedenken auszuräumen, schreibt die Heidelberger Zeitung. Pressesprecher Heiko Wildberg wird mit den Worten zitiert: „Ich wünsche mir, dass die Menschen uns erst einmal zuhören und glauben, dass ich davon überzeugt bin, was ich hier sage." Was Wildberg zu sagen hatte, war, dass man die Risiken nicht abstreite. Dass man aber alles unternehme, um das Risiko so klein wie möglich zu halten.

Viele der Informationen waren nicht neu. Dennoch zeigten sich der Rhein-Neckar-Zeitung zufolge Ketscher Bürger von der sogenannten Beweislastumkehr überrascht. Dieser Komplex sei aus ihrer Sicht völlig untergegangen. Und ein Bürger aus Brühl bekannte, dass er bisher fast nur die Kritik am geplanten Geothermie-Kraftwerk gekannt habe.

Auch Ulrich Lotz, der die Exploration in Brühl leitet, war bemüht, den verunsicherten Bürger die Angst zu nehmen. Landau werde sich nicht wiederholen, lautete seine Botschaft. So seien dort die Messwerte gar nicht berücksichtigt worden. "Keiner hat da hingeguckt, und so hat auch keiner gemerkt, dass sich da was aufbaut, bis es zu spät war“, wird Lotz zitiert.

Die Beweislastumkehr garantiert, dass die Betreiberfirma nachweisen muss, dass Schäden nicht von einem Beben herrühren. Ohne diese Regelung müssten die Bürger beweisen, dass Schäden an ihren Häusern von einem Beben verursacht wurden, das auf das Geothermie-Kraftwerk zurückzuführen ist. (dw)

Quellen: Rhein-Neckar-Zeitung / GeoEnergy

Beteiligte Firmen: 
Projekte zu dieser News: 

Anzeigen

Thema im Fokus

5 l 2020
Von den Auswirkungen gesetzlicher Regelungen auf die Geothermie bis hin zu den neuesten Entwicklungen der bayerischen Geothermieanlagen reichte das Themenspektrum beim Praxisforum Geothermie.Bayern 2020, das am 14. Oktober in Pullach stattfand. Das neue Format Hybridveranstaltung stieß mit über 100 TeilnehmerInnen auf reges Interesse. ... mehr

Termine

« November 2020 »
MoDiMiDoFrSaSo
1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30

Auf einen Klick

Finden Sie die passende Firma

Unser Branchenverzeichnis bietet Ihnen über 250 Firmen und Organisationen aus der Tiefengeothermiebranche. 

Werben Sie zielgenau

Nutzen Sie das Informationsportal Tiefe Geothermie und werben Sie hier zielgenau für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistungen. Unsere Konditionen.

Finden Sie die passende Information

Mit unserem monatlich erscheinenden Newsletter oder RSS-Feed bleiben Sie stets über aktuelle Entwicklungen informiert. Jetzt abonnieren!