Die konkrete Planung und Umsetzung übernehmen die kommunalen Energieversorger. „Allein könnte keine der beteiligten Kommunen ein Vorhaben dieser Größenordnung umsetzen“, sagt Dachaus Stadtwerkeleiter Robert Haimerl laut einer Pressemitteilung der Stadt Dachau. Schon in der Vergangenheit hatten Dachau und Haimhausen erste Vorstöße im Bereich der Geothermie unternommen, waren aber alleine an den Herausforderungen gescheitert. Die jetzt unterzeichnete Vereinbarung geht einen neuen Weg: ein gemeinsames Projekt, das Kräfte bündelt und Synergien nutzt.
Die technische Umsetzung befindet sich aktuell noch in den Anfängen. Derzeit läuft die Ausschreibung für Planungsleistungen. Im Anschluss wird eine geologische Untergrundkarte auf Basis vorhandener Bohrdaten erstellt. Die ersten Wärmenetze könnten gegen Ende des Jahrzehnts mit Tiefengeothermie versorgt werden. An verschiedenen Standorten laufen bereits Vorplanungen für künftige Wärmeinseln.
„In Haimhausen haben wir schon zwei konkrete Standorte gefunden, die sich sehr gut für den Einstieg in ein Nahwärmenetz eignen“, erklärt Christian Flory, Finanzvorstand des Kommunalunternehmens Energie der Gemeinde Haimhausen.
Und in Hebertshausen hat die kommunale Wärmeplanung ergeben, dass es zwei gut geeignete Gebiete in der Ortsmitte gibt. „Potenziell wäre es aus heutiger Sicht möglich, 40 Prozent des Hebertshauser Wärmebedarfs bis 2045 über eine zentrale Wärmeversorgung zu decken, bevorzugt über die angestrebte gemeinsame Geothermie-Bohrung“, erläutert Alexandra Niedenhoff, Vorständin des Kommunalunternehmens Energie Hebertshausen.
Mit der nun besiegelten Zusammenarbeit bekennen sich die drei Kommunen und deren Betriebe klar zu einer klimafreundlichen Zukunft – und zeigen, dass regionale Bündnisse der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende sein können.
Münchner Merkur