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Landau: Habemus Aqua

29. März 2007

Weißer Wasserdampf stieg am 27. März 2007 aus den Schornsteinen auf dem Gelände des Geothermieprojektes in Landau beim ersten Zirkulationstest auf.

„Erster Schritt im Test bestanden“, konnte Dr. Heiner Menzel, Geschäftsführer von geo x, am Dienstag verkünden. Weitere Schritte folgen nach Ostern, dann wird die Zirkulation im Untergrund weitere vier bis sechs Wochen getestet.
„In Landau kann bald das erste industrielle Geothermie-Kraftwerk in Deutschland mit gekoppelter Fernwärmeversorgung seinen Betrieb aufnehmen“, so Margit Conrad, Umweltministerin Rheinland-Pfalz. Conrad betonte die Notwendigkeit, dass die Technologie auch in Zukunft in all ihren Komponenten weiterentwickelt werden müsse.
Das hydrothermal Geothermieprojekt in Landau nutzt Heißwasservorkommen aus 3.000 Metern Tiefe, das ca. 150 bis 170°C heiße Wasser wird dabei über eine Förderbohrung an die Erdoberfläche gebracht und in zwei Stufen ausgekühlt. Im ersten Schritt gibt es seine Wärmeenergie in einem Stromerzeugungsprozess ab und im zweiten Schritt wird die Restwärme zur Fernwärmeversorgung genutzt. Das ausgekühlte Thermalwasser wird danach über eine zweite Bohrung wieder in den Untergrund zurückgeleitet. Die technische Umsetzung ist identisch wie in Unterhaching, doch in Bezug auf die Temperatur bemerkt Heiner Menzel süffisant „Landau fängt erst dort an, wo Unterhaching aufhört“. In Unterhaching wurden 127°C gemessen.

Der Start des ca. 15 Millionen Euro-Projektes war 2004. Anfang 2008 soll der Dauerbetrieb erfolgen. Die elektrische Leistung des geplanten Kraftwerks soll bei ca. 3 Megawatt liegen, mit der ungefähr 6.000 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Für etwa 200 bis 300 Haushalte wird das Kraftwerk Wärme zur Verfügung stellen, was einer thermischen Leistung von ca. 3 bis 6 Megawatt entspricht. Durch das Geothermieprojekt könnten ca. 5.800 Tonnen pro Jahr an CO2 eingespart werden. (ag)

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