Das internationale Kongressprogramm der GeoTHERM 2026 präsentiert führende Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung. In zwei thematisch klar ausgerichteten Kongresstagen bietet die Veranstaltung aktuelle Forschungsergebnisse, technologische Innovationen und praxisorientierte Lösungsansätze für die tiefe und oberflächennahe Geothermie. Das vollständige Kongressprogramm ist auf der Website der GeoTHERM abrufbar unter www.geotherm-offenburg.de/kongressprogramm.
Der erste Kongresstag setzt Schwerpunkte, unter anderem auf geothermale Kraftwerkskonzepte sowie auf zukünftige Möglichkeiten der Energiespeicherung. So präsentiert beispielsweise Dr. Thomas Kölbel (EnBW Energie Baden-Württemberg AG) die Entwicklung der Geothermie-Anlage Bruchsal, die sowohl Strom als auch Wärme erzeugt. Aktuell wird untersucht, ob das Produktportfolio am Standort durch Lithiumgewinnung aus heißem Tiefenwasser ergänzt werden kann. Parallel wird derzeit der thermische Ausbau der Geothermieanlage in Bruchsal durch die Verdoppelung der Förderleistung umgesetzt.
Prof. Dr. Ingrid Stober (Universität Freiburg) beleuchtet die Rolle geothermischer Speicher als zentrale Bausteine eines künftigen nachhaltigen Energiesystems. Im Fokus stehen zwei Speicherformen: Erdsondenspeicher (BTES) und Aquiferspeicher (ATES). Ergänzend diskutiert Stober regionale Praxisbeispiele sowie Ergebnisse numerischer Modellierungen, die Einblicke in Leistungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten beider Speichertypen geben.
Am zweiten Kongresstag stehen unter anderem Effizienzsteigerung und innovative Messverfahren im Mittelpunkt. Sean Hinke (Halliburton) zeigt unter anderem verschiedene Bohrlochtypen auf, die in geschlossenen geothermischen Kreisläufen zum Einsatz kommen, und bietet einen Überblick über die aktuelle Technologielandschaft der magnetischen Entfernungsmessung. Er zeigt auf, welche Mess- und Ortungstechnologien für geschlossene Systeme besonders geeignet sind, und beschreibt typische Herausforderungen bei Planung und Umsetzung entsprechender Projekte.
Lars Staudacher (Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern) betont die zunehmende Bedeutung der oberflächennahen Geothermie für die zukünftige Wärmeversorgung. Neben klassischen Erdwärmesonden rücken neue Wärmequellentypen wie Grabenkollektoren und Erdwärmekörbe in den Fokus, die Vorteile hinsichtlich Genehmigungsaufwand und Investitionskosten bieten.
Erstmals Simultan-Übersetzung via App in drei Sprachen
Alle Vorträge werden erstmals vor Ort simultan via App in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Französisch) übersetzt. Diese kann via QR-Code auf Android- und iOS-Telefonen installiert werden. Wahlweise werden Untertitel angezeigt oder man kann eine Sprachversion wählen. Für das bestmögliche Hörerlebnis sollten eigene Kopfhörer mitgebracht werden.
Die Eintrittskarte ermöglicht sowohl den Fachmesse- als auch Kongressbesuch. Das Tagesticket ist noch bis zum 31. Dezember für 50 Euro und das Zwei-Tages-Ticket für 80 Euro buchbar. Alle Eintrittskarten sind online erhältlich unter www.geotherm-offenburg.de/tickets-geotherm-2026.
Veranstaltungsort ist die Messe Offenburg (Schutterwälder Straße 3, 77656 Offenburg). Geöffnet ist die GeoTHERM 2026 am Donnerstag, 26. Februar 2026, von 10 bis 17.30 Uhr sowie am Freitag, 27.Februar 2026, von 9 bis 15.30 Uhr.
GeoTHERM