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Lösungen für Ausfällungen in Geothermiebohrungen im Molassebecken

7. September 2017

Ein kontinuierlicher Anlagenbetrieb ist die wichtigste Voraussetzung für die energetische Nutzung und den wirtschaftlichen Betrieb von Geothermieanlagen. Ausfällungen, vor allem in den bayerischen Hochtemperaturanlagen, stellen die Betreiber vor große Herausforderungen. Lösungsmöglichkeiten werden auf dem Praxisforum Geothermie.Bayern am 12. September diskutiert.

Calcitische Ablagerung, die sich zusammen mit Eisenmineralen auf Anlagenteilen wie Rohrwandungen, Tauchkreiselpumpen, Schiebern und Wärmetauschern bilden und sammeln, verhindern in den bayerischen Geothermieanlagen mit Temperaturen über 110 °C einen kontinuierlichen Betrieb. Die Ausfällungen haben in den letzen Jahren immer wieder zu Pumpenschäden und Betriebsunterbrechungen auf Grund von notwendigen Reinigungsmaßnahmen durch Säuerungen geführt. Dr. Thomas Baumann von der TU München beschreibt in seinem Beitrag für das Forum IV auf dem Praxisforum Geothermie.Bayern 2017 als Gründe lokale Entgasungen und Temperaturspitzen, die Ausfällungen zur Folge haben. Dr. Florian Eichinger von Hydroisotop sieht dies ähnlich und führt auch Druckänderungen als einen Grund an.

Neben Säuerung bieten vor allem Inhibitoren ein wirksames Mittel gegen Ausfällungen. Die Funktionsweise ist einfach und wird vielfach technisch angewendet: chemische Verbindungen verhindern, dass sich Ausfällungen bilden in Kühlsystemen von Kraftfahrzeugen, bei Wasch- und Spülmaschinen und auch bei verschiedenen industriellen Prozessen. Prinzipiell wäre ein Einsatz von Inhibitoren auch bei Geothermieanlagen möglich. Im Rahmen eines Forschungsprojektes hat die Hydroisotop GmbH, zusammen mit Partnern, einen Inhibitor speziell für die tiefe Geothermienutzung in Bayern entwickelt. In Unterhaching soll dieser Inhibitor getestet werden.

Dr. Florian Eichinger wird auf dem Praxisforum Geothermie.Bayern in seinem Vortrag unter anderem diesen Inhibitor vorstellen. Für einen Vortrag über den Test konnte Herr Dirk Rosemeier von der Geothermie Unterhaching GmbH & Co.KG gewonnen werden. Zusammen mit Herrn Barenth, SWM Service GmbH, der ein alternatives Konzept vorstellt und Frau Appelhans von Renerco wird über die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten unter der Leitung von Dr. Jochen Schneider, Hydrosion GmbH, diskutiert. (js)

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