Nach dem Vorbild der Therme Erding: Badewelt Sinsheim plant eigene Tiefengeothermie-Anlage

23.04.2026 | Projekte
Das Panoramadach der Badewelt Sinsheim

Die Badewelt Sinsheim will sich künftig selbst mit Erdwärme versorgen: Wie die Wund Holding GmbH als Betreiberin jetzt mitgeteilt hat, soll mit dem Bau einer eigenen Tiefengeothermie-Anlage die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und schwankenden Energiepreisen stark verringert werden. 

Das Konzept sieht vor, Wasser mit einer Temperatur von etwa 50 Grad aus einer Tiefe von bis zu 1000 Metern an die Oberfläche zu fördern. Über Wärmetauscher soll diese Energie in das System der 15.000 Quadratmeter großen Anlage eingespeist werden, um das Wasser der Gesundheitsbecken und die Luft der Themenbereiche zu heizen. Die Mitteilung, über die mehrere regionale Medien in Sinsheim berichteten, verweist dabei auch auf das Tiefengeothermie-Projekt an der Therme Erding – ein erfolgreiches Pionierprojekt der Tiefengeothermie und ein Schwesterbetrieb der Sinsheimer Badewelt.

"Unabhänger machen von den Schwankungen fossiler Brennstoffe"

Heiko Wollmann, technischer Geschäftsführer der Thermengruppe, schreibt in der Mitteilung: „Mit der geplanten Geothermieanlage können wir die Grundlage für eine verlässliche, regionale und langfristig planbare Wärmeversorgung schaffen.“ Man wolle sich unabhängiger von den Schwankungen fossiler Brennstoffpreise machen. Gleichzeitig, so das Unternehmen, sei die Anlage ein Beitrag zur lokalen Wärmewende und zur Sicherung des Standorts.

Projektwebseite ab Mai und Informationsveranstaltung im Juni

Aktuell ist die eigene Tiefengeothermie-Anlage aber erst ein Fernziel: Zunächst muss eine Aufsuchungserlaubnis beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg beantragt werden. Erst wenn diese vorliegt, folgen seismische Untersuchungen. Eine Projektwebsite soll im Mai 2026 online gehen, gefolgt von einer Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger im Juli 2026. 

 

Quelle:

Sinsheim TV

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