Neue Studie zeigt: Celle ist ein Hotspot

03.06.2011 | Erkundung & Analyse
Geothermiebohrung in Bayern

Celle erweist sich als potentieller Geothermie-Standort mit überdurchschnittlich hohem geothermischen Gradienten.

Professor Dr. Dieter Michalzik, Geschäftsführer der GeoDienste GmbH aus Garbsen, stellte eine Studie vor, in der er zum Schluss kommt, das Celle einen „sensationeller Hot Spot“ darstellt. Im Rahmen einer Studie wurde mit den geologischen und verfahrenstechnischen Möglichkeiten und vorliegenden Daten aus Kohlenwasserstoff-Explorationen die Erdwärmenutzung im Celler Stadtgebiet ermittelt. Dabei stellte sich heraus, das in Celle die höchsten in Norddeutschland zu finden Temperaturen im Untergrund vorzufinden sind.

"Die Untergrundtemperaturen liegen im Großraum Celle weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt," so Michalzik. Die geothermisch interessanten Horizonte befinden sich aufgrund der komplexen strukturgeologischen Situation in sehr unterschiedlichen Tiefenlagen. Bei 800 Metern Tiefe liegt die Temperatur in Deutschland durchschnittlich bei 34 Grad Celsius, in Celle bei 39 Grad Celsius. In 2.000 Metern Tiefe liegt der Durchschnitt bei 70 bzw. in Celle werden 83 Grad Celsius vermutet und in 3.000 Metern soll die Temperatur in Celle soll bei 130 Grad Celsius liegen. Sogar 199 Grad Celsius werden von Michalzik in einer Tiefe von 5.000 Metern in den Rotliegend Schichten prognostiziert. (va)

Quelle: www.cellesche-zeitung.de