Neuer Anlauf für Geretsried

28.02.2017 | Forschung, Projekte, Reservoirerschließung | Sabine Volland
Geothermiebohrung in Bayern

Das Geothermieprojekt Geretsried wird neu aufgelegt. Ein Forschungsprojekt soll jetzt helfen, die bereits bestehende Bohrung wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Nach der enttäuschenden Nachricht über die Nicht-Fündigkeit der ersten Bohrung Mitte 2013, wurde das Projekt, das so hoffnungsvoll begonnen hatte, vorerst eingestellt. Die über 6000 Meter lange Bohrstrecke mündete in 5.000 Metern Tiefe. An der Oberfläche kamen aber nur geringste Mengen heißen Wassers an. Die Kosten für die erste Bohrung beliefen sich damals auf 35 Millionen Euro.

Wie der Merkur Mitte Februar berichtete, soll nun ein Sidetrack in einer Tiefe von ca. 2.600 Metern von der bereits bestehenden Hauptbohrung abzweigen und diese über einen geänderten Bohrpfad bis in eine Tiefe von 4.800 Metern an das geothermische Reservoir anbinden. Der Projektbetreiber Enex Power Germany erwartet, dort heißes Tiefengrundwasser in ausreichender Menge zu finden, das einen wirtschaftlichen Ausbau zu einem stromgeführten Kraftwerk in der Zukunft ermögliche.

Der Bohrturm ist bereits aufgebaut. Derzeit werden die letzten Genehmigungen eingeholt und abschließende Verhandlungen mit dem Investor geführt, so der Merkur. Wenn die letzten Arbeiten zur Reaktivierung des Bohrplatzes beendet sind, könnte das Projekt wieder gebohrt werden, so Enex-Geschäftsführer Dr. Robert Straubinger. Mit einem neuen Projekt-Start wird in den nächsten Wochen gerechnet.

Quelle:

Merkur

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