Niedersachsen verdoppelt oberflächennahe Geothermie

17.06.2025 | Marktentwicklung | Enerchange
Haus mit Erdwärmesonde

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat eine Jahresstatistik zur oberflächennahen Geothermie in Niedersachsen veröffentlicht. Diese zählte zum 01. Januar 2025 rund 26.600 Anlagen, etwa doppelt so viele wie noch 2018. Insgesamt werden im Bundesland nun 30 Kilowatt thermische Leistung mithilfe der Erdwärme erzeugt, so stadt+werk.

In den vergangen sieben Jahren wurden in Niedersachsen rund 13.300 Anlagen zur Erschließung der oberflächennahen Geothermie errichtet. Insgesamt wurden, laut einer neuen Statistik des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mit den rund 26.600 installierten Anlagen im Land über 30 Kilowatt Wärme jährlich erzeugt. Davon stammen zu rund 91 Prozent aus Erdwärmesonden, zu etwa acht Prozent aus Kollektoren und zu etwa einem Prozent aus Grundwasserbrunnen.

Hans-Jürgen Brauner, Leiter der Niedersächsische Geothermiedienst (NGD) beim LBEG äußerte sich gegenüber Stadt und Werk positiv zu den kontinuierlich steigenden Ausbauzahlen. Zwar seien in den vergangenen beiden Jahren insgesamt weniger neue Anlagen gebaut worden, jedoch seien diese tiefer und leistungsstärker und könnten so höhere Energiemengen bereitstellen.

Auch bei der tiefen Geothermie geht es in Niedersachsen voran. Alleine bis zum Ende des Jahres 2024 wurden 25 Aufsuchungserlaubnisse erteilt, wodurch über 2.000 Quadratkilometer zur Erkundung bereitstehen. Dies entspricht, so stadt+werk, rund vier Prozent der gesamten Fläche des Bundeslands. Hier seien laut LBEG bereits einige Projekte in konkreter Planung.

Quelle:

stadt+werk