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Per Mausklick für das Geothermie-Kraftwerk Krefeld

21. Februar 2011

In Krefeld zeigt Unternehmer Wolfgang Hoever, wie transparente Öffentlichkeitsarbeit für Geothermie-Projekte aussehen kann. Mit einer Webseite informiert er umfassend über das geplante neue Geothermie-Kraftwerk und fordert die Bevölkerung zur Abstimmung auf. Der Baustart für das EGS-Projekt ist im Jahr 2014 geplant.

Wolfgang Hoever setzt auf Transparenz und Offenheit. Der Unternehmer plant in Krefeld den Bau eines Geothermie-Kraftwerks, für das die ersten seismischen Tests gerade vorbereitet werden, zur Erzeugung von Strom und Wärme und betreibt dabei eine offensive Kommunikationspolitik in der Bevölkerung. „Wir wollen eine Entwicklung wie bei Stuttgart 21 verhindern und frühzeitig die Bevölkerung ins Boot holen", sagte Hoever bei der Vorstellung seines Projekts im Rahmen einer Pressekonferenz.

Seit einigen Tagen haben die künftigen Betreiber eine Webseite geschaltet, auf der umfassend und sehr detailliert über technische, geologische und wirtschaftliche Grundlagen des Geothermie-Projekts informiert wird. Außerdem hat der Unternehmer, der mit seiner Inoges AG das Krefelder Gesundheitszentrum Salvea betreibt, dort eine Umfrage gestaltet, bei der für oder gegen das Vorhaben gestimmt werden kann. Damit möchten die Betreiber – mit einem Baustart wird im Jahr 2014 gerechnet – schon in einer frühen Planungsphase die Bürger hinter sich bringen. Schon zuvor hatte Hoever den Krefelder Ratsfraktionen, die ihre Unterstützung signalisiert haben, und Umweltverbänden seine Planungen vorgestellt.

Zwei bis drei Investoren hat Hoever nach eigenen Angaben bereits an der Angel. Weitere Finanziers des 67,5 Millionen Euro teuren Gesamtprojekts sollen folgen. „Es werden Investoren gesucht, die neben einer langfristigen Anlage bei moderater Gewinnerwartung an der Entwicklung einer echten Zukunftstechnologie interessiert sind, die bereits heute im In- und Ausland eine dynamische Entwicklung erlebt. Hierbei sind Beteiligungen ab 0,5 Mio. Euro möglich“, heißt es auf der neuen Homepage, auf der auch weitere Informationen zu finden sind.

Das geplante Erdwärmekraftwerk soll, wie bereits berichtet, in 5.000 Metern Tiefe 160 Grad Celsius heißes Wasser aus dem Untergrund an die Erdoberfläche fördern. Geplant sind mit dem EGS-Verfahren drei Bohrungen: zwei Produktionsbohrungen und eine Injektionsbohrung. Damit sollen die Sandstein- und Konglomeratschichten bzw. die Phyllite und Quarzite erschlossen und stimuliert werden, die am Standort in einer Tiefe von mehr als 3.000 Metern erwartet werden. Eine ORC- oder Kalina-Anlage soll zur Versorgung von 1.500 Haushalten bis zu sechs Megawatt Strom pro Jahr produzieren. Als verantwortliches Planungsbüro begleitet „GeoThermal Engineering“ (GeoT) aus Karlsruhe das Krefelder Projekt. Für die Durchführung der Seismik wurde die DMT mit Sitz in Essen ausgewählt. Im weiteren Projektverlauf ist angedacht, sich eines Clusters aus Firmen und Zulieferern aus Nordrhein-Westfalen zu bedienen. (ma)

Quellen: geothermie-krefeld.de, rp online

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