Pfälzer Wärme aus der Tiefe

07.05.2026 | Erkundung & Analyse | Enerchange
Vibro-Trucks bei der 3D-Seismik der Stadtwerke Kaiserslautern

Laut stadt+werk prüfen derzeit das Unternehmen Deutsche ErdWärme und die Stadtwerke Kaiserslautern (SWK), ob Geothermie künftig zur Wärmeversorgung der Stadt Kaiserslautern beitragen kann. Dafür werden die Daten der vergangenen 3D-Seismik ausgewertet. 

Die Unternehmen Deutsche ErdWärme unterstützt die Stadtwerke Kaiserslautern bei der Untersuchung des geothermischen Potenzials des Untergrunds von Kaiserslautern. Es soll anhand der gewonnenen Daten geprüft werden, ob Erdwärme aus dem mitteltiefen und tiefen Untergrund künftig zur Versorgung des Fernwärmenetzes genutzt werden kann. Im Rahmen des Projekts „Pfälzer Wärme" analysieren Expertinnen und Experten die geologischen Strukturen des Untergrunds, um mögliche wasserführende Gesteinsschichten in den Tiefen zu erfassen. Diese könnten nach Angaben der Unternehmen perspektivisch durch hydrothermaler Geothermie erschlossen werden. 

Umfangreiche 3D-Seismik abgeschlossen

Bereits Ende 2025 führten die Stadtwerke Kaiserslautern eine umfassende 3D-Seismik durch. Das Messgebiet erstreckte sich über eine Fläche von 143 Quadratkilometer. Die Seismik-Messung lieferte Daten zu den geologischen Strukturen im Untergrund. Aus den Daten werden geologische Modelle erstellt und mögliche geothermische Zielhorizonte erfasst. Eine Potenzialstudie soll die Grundlagen für weitere Entscheidungen schaffen. 

Präzise Datengrundlage schaffen

Laut Herbert Pohl, Geschäftsführer von Deutsche ErdWärme, kann die Geothermie ein Baustein für eine bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung werden. Voraussetzung dafür ist eine belastbare wirtschaftliche Bewertung. Uwe Baaske, Geothermie-Experte bei den Stadtwerken Kaiserslautern, betonte, dass mit dem Projekt „Pfälzer Wärme" geschaffen werde, um das geothermische Potenzial der Region fundiert bewerten zu können.

Quelle:

stadt+werk