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Projekt in Celle geplant

5. Mai 2017

Auf der diesjährigen Norddeutschen Geothermietagung wurde ein erster Einblick in das Geothermie Projekte in Celle Heese gegeben.

Prof. Dr. Dieter Michalzik von Geodienste und Gregor Holtmannspötter von Kirchner enerGeo stellten erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor. Die möglichen Ziele für die geothermische Erkundungsbohrung liegen in verschiedenen geologischen Horizonten und reichen von der Kreide, mit Temperaturen um 60 Grad Celsius, bis in die Trias (Rhätsandstein) mit Temperaturen um 120 Grad Celsius.

Der Rhätsandstein des oberen Keupers bildet auch den Aquifer der bereits bestehenden Geothermieanlagen in Neustadt Glewe und Waren sowie der geplanten Anlage in Bad Bevensen. In diesem geologischen Rinnenstruktur-Ausläufer, wie ihn Dr. Markus Wolfgramm von GTN in einer Publikation beschrieben hat, würde auch das Projekt in Celle noch den Rhätsandstein erschließen können. Auf Grund der Lage im Schnittpunkt des Aller- und Leinegrabens und nahe liegenden Salzstrukturen ist in circa 2.700 Meter noch mit deutlich erhöhten Temperaturen zu rechnen.

Obertägig sollen neben kommunalen Liegenschaften auch Gebäude von Wohnungsbaugesellschaften mit Wärme versorgt werden, die nach Holtmannspötter zum Teil noch einen erheblichen Sanierungsbedarf haben. Neben der Wärmeversorgung mit einem Vorlauf von ca. 90 Grad Celsius soll im Sommer auch eine kleine ORC-Anlage die Wirtschaftlichkeit des Geothermieprojektes gewährleisten. Offen ist bisher jedoch noch die Finanzierung des Projektes.

Weitere Informationen sind den Vorträgen von Michalzik und Holtmannspötter zu entnehmen, die zusammen mit den anderen Tagungspräsentationen bei Enerchange für 75 Euro (zzgl. MwSt.) bestellt werden können. (js)

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