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Projekt Kirchweidach in den Startlöchern

28. Oktober 2010

Der Bohrplatz im oberbayerischen Kirchweidacher Erdwärmeprojekt nähert sich seiner Fertigstellung. Mitte November 2010 soll mit den Bohrarbeiten begonnen werden. Man rechnet mit einer Schüttungsrate von 150 L/s.

Der Bohrplatz für das Geothermiekraftwerk der Gemeinde Kirchweidach (1, 2, 3) soll bis Ende Oktober eingerichtet sein, so Bauleiter Christian Uschold. Der von Geoenergie Bayern auf Grund der Voruntersuchungen festgelegte optimale Bohrstandort hat von der Gemeinde Kirchweidach eine Umwidmung erfahren, um den Anforderungen des Geothermie-kraftwerks gerecht zu werden. Am 19. November 2010 soll dort der Startschuss für die Bohrung gegeben werden.

Geplant sind zwei Bohrungen mit jeweils einer Tiefe von etwa 3.450 bzw. 3.900 Metern und einer Länge von 4.550 Metern. Im Zielhorizont Malm werden 130 °C erwartet und es wird eine Schüttungsrate von 150 L/s angestrebt. Die thermische Leistung soll bei 50 MW liegen. Damit soll ein ORC-Kraftwerk mit einer Leistung von bis zu 7 MW betrieben werden. Ob auch der Ausbau eines Wärmenetzes geplant wird, ist noch offen. Die Gemeinde Kirchweidach ist jedoch an einer Realisierung interessiert. Das Kraftwerk soll Ende 2012 in Betrieb gehen.

Bemerkenswert bei dem Geotehrmieprojekt in Kirchweidach ist der zeitliche Fortschritt. Im Feburar dieses Jahres wurden die 3D-seismischen Untersuchungen durchgeführt. Die letzten Daten hat Geoenergie Bayern im Juni erhalten. Nur fünf Monate Später sollen die Bohrarbeiten beginnen. Bohrcontractor ist die Firma H. Anger's Söhne Bohr- und Brunnenbauges. mbH, die das Reservoir mit dem Innova Rig erschließen soll.

Das Projekt wurde sowohl von der Bevölkerung als auch von der Gemeinde bisher sehr positiv aufgenommen. Dies belegen sowohl der einstimmige Gemeinderatsbeschluss zur allgemeinen Unterstützung des Vorhabens, als auch der einstimmige Beschluss zur Realisierung des Geothermiekraftwerks an dem für regenerative Energien ausgewiesenen Standort.

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