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Pullach soll mit einer dritten Geothermie-Bohrung ergänzt werden

20. Oktober 2010

Die dritte Bohrung zur Erweiterung des bei München gelegenen Pullacher Geothermie-Projektes ist beschlossen worden und wird demnächst angegangen.

Das seit 2005 erfolgreich laufende Geothermie-Projekt in Pullach soll durch eine dritte Bohrung erweitert werden und damit noch mehr Bürgern den Zugang zur preiswerten und klimaschonenden Fernwärmeversorgung  ermöglichen. Die dritte Bohrung wird die mögliche Anschlussleistung auf 34 Megawatt erhöhen und damit den Anschluss von rund der Hälfte aller Pullacher Haushalte und Gewerbekunden an die Geothermie erlauben.

Da 2009 die wirtschaftliche Kapazitätsgrenze der bestehenden Anlage erreicht wurde und somit der Ausbau des Fernwärmenetzes hätte beendet werden müssen, entschloss man sich zur Erweiterung der Anlage.

Die geplante Erweiterung beinhaltet neben der dritten Bohrung auch den Ausbau des Fernwärmenetzes, die Anpassung der Heizzentrale und die Transferleitung zur neuen Bohrung.

Für den Auftrag hatten sich insgesamt neun Unternehmen aus Deutschland und dem europäischen Ausland beworben, darunter alle in der Branche namhaften Anbieter. Durch die Höhe des Auftragsumfangs war eine EU-weite Ausschreibung erforderlich geworden. Für das so genannte Mudlogging erfolgte, anders als bei Bohrplatzbau und Entsorgung, eine separate europaweite Ausschreibung. 

Als limitierender Faktor der bestehenden Anlage kristallisierte sich im Betrieb das schlechte Reinjektionsvermögen der bestehenden Bohrung heraus. Aus den beiden Bohrungen ließen sich zwar jeweils 50 Liter/Sekunde fördern, aber Bohrung 1 (3.300 Meter, 93,8 Grad Celsius) nahm in einem Test nach der Fertigstellung nur 20 Liter/Sekunde auf und Bohrung 2 (3.443 Meter, 107 Grad Celsius) kann jetzt im Dauerbetrieb nur 32 Liter/Sekunde aufnehmen. Die neue Bohrung soll als Reinjektionsbohrung die Anlage ergänzen und die Leistung steigern.

Wie der Pullacher Bürgermeister Jürgen Westenthanner bekannt gab, werde auch die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung am Geothermie-Projekt durch Zeichnung einer festverzinslichen Anleihe geprüft.

Quelle: www.iep-pullach.de

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