Header Informationsportal Tiefe Geothermie

RDG startet Erkundung des Untergrundes in Ampfing

9. Januar 2017

In dieser Woche starten die Vorbereitungen für die seismischen Messungen im Osten von Oberbayern. Die RDG aus Hannover, eine Tochterfirma der österreichischen Rohöl Aufsuchungs Gesellschaft (RAG) exploriert in erster Linie nach Erdöl, interessiert sich aber auch für tiefe Geothermie.

Nördlich des Geothermieprojektes in Waldkraiburg will die RDG, in der die Aktivitäten zur Aufsuchung und Förderung heimischen Erdöls und Erdgases der RAG gebündelt sind, mit einer 3D-Seismik nach Erdöl suchen. In dem etwa 180 km2 großen Untersuchungsgebiet werden in rund zwei Kilometer Tiefe Erdöllagerstätten erwartet, geothermische Reservoire sollen in der Region um Ampfing in etwas vier Kilometer Tiefe liegen. Die Ergebnisse der Auswertung der seismischen Untersuchungen werden für Ende 2017 erwartet, wie ovb-online berichtet. Vor Beginn der seismischen Untersuchungen fand am vergangenen Samstag ein Tag der offenen Tür in Ampfing statt, während dessen der Bevölkerung die Vibro-Trucks vorgestellt wurden und die Mitarbeiter der RDG standen für Fragen zur Verfügung.

Das Aufsuchungsgebiet Salzach-Inn umfasst eine Fläche von 2.248 km2, die von der deutsch-österreichischen Grenze im Osten bis fast an die Stadtgrenze von München reicht. Die Lizenz zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen schließt mehrere erschlossene Erdölfelder mit ein, die in den 1950er bis 1990er Jahren zur Produktion von Erdöl genutzt wurden, wie beispielsweise das Feld Ampfing.

Im Jahre 2008 erstellte die RAG eine Studie, die die verbliebenen Kohlenwasserstoffmengen in diesen Feldern sowie die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer potenziellen Wiedererschließung bewerten. Das positive Ergebnis der Studie wurde mit einer 1.900 Meter Tiefen Probebohrung in den Ampfinger Sandstein mit Bohrkernahme im Frühjahr 2016 überprüft, die zeigte dass der Sandstein Erdöl enthält. Im Spätsommer folgte eine Probeförderung. Jetzt soll mit den seismischen Messungen die räumliche Lage und Verbreitung des Ampfinger Sandsteins überprüft werden. (js)

Anzeigen

Thema im Fokus

3 | 2019
Die Geothermie gehört zu den erneuerbaren Technologien, die klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) vermeiden und einsparen. Als regenerative Energie ist sie ein wichtiger Teil der global erforderlichen Maßnahmen, um den Klimawandel zu begrenzen. Vor allem die Anlagen in Mitteleuropa sind hier vorbildlich, sie führen das geförderte Tiefengrundwasser nach der Entwärmung wieder zurück ins unterirdische Reservoir. Die mitgeförderten Gase – meist CO2 –werden zusammen mit dem Tiefengrundwasser wieder reinjiziert. In Bayern gibt es in Traunreut eine Anlage, die als Forschungsprojekt sogar zusätzliches CO2 in den Untergrund bringt. Weitere CO2-Vermeidungs-Projekte sind weltweit in der Entwicklung. In dieser Ausgabe von „Thema im Fokus“ wollen wir Ihnen einige davon präsentieren. ... mehr

Termine

« März 2019 »
MoDiMiDoFrSaSo
123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Auf einen Klick

Finden Sie die passende Firma

Unser Branchenverzeichnis bietet Ihnen über 250 Firmen und Organisationen aus der Tiefengeothermiebranche. 

Werben Sie zielgenau

Nutzen Sie das Informationsportal Tiefe Geothermie und werben Sie hier zielgenau für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistungen. Unsere Konditionen.

Finden Sie die passende Information

Mit unserem monatlich erscheinenden Newsletter oder RSS-Feed bleiben Sie stets über aktuelle Entwicklungen informiert. Jetzt abonnieren!