Seismik bestätigt Machbarkeit für Tiefengeothermie-Projekt der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm

23.11.2025
Die Zentrale der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm.

Im bayerischen Landkreis Neu-Ulm ist Tiefengeothermie grundsätzlich machbar: Zu diesem Ergebnis ist die 2D-Seismik-Untersuchung der Stadtwerke Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm gekommen. Das Projekt kann damit uneingeschränkt weiterverfolgt werden, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Stadtwerke. 

Mit einer 2D-Seismik-Untersuchung hatten die Stadtwerke im Februar 2025 untersucht, ob Tiefengeothermie im Raum Neu-Ulm und Senden umsetzbar ist. Die Ergebnisse dieser Untersuchung liegen nun nach einer umfangreichen Auswertung vor: Im Bereich des möglichen Projektstandorts wurden keine großen Verwerfungszonen im Untergrund nachgewiesen. Die Beschaffenheit des tiefen Untergrundes ist also gut, heißt es in der Pressemitteilung. Das Projekt kann uneingeschränkt weiterverfolgt werden. 

Unter einer Verwerfung versteht man in diesem Zusammenhang eine Bruchstelle im Gestein, an der sich Gesteinsschichten gegeneinander verschoben haben, schreiben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Je größer solche Verwerfungen sind, desto eher können sie beim Einsatz von Geothermie innerhalb eines geschlossenen Systems hinderlich sein. 

Für die 2D-seismische Untersuchung des Untergrunds zu erstellen, legte ein Konvoi mit drei Vibrotrucks eine gut 52 Kilometer lange Strecke zurück. Reinhard Wunder, Projektleiter des Geothermie-Projekts bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm, freut sich über die positiven Ergebnisse: „Wir freuen uns sehr, dass die Seismik-Untersuchung gezeigt hat, dass der Standort für unser Projekt gute Voraussetzungen mitbringt. Dass wir keine größeren Verwerfungen nachweisen konnten, zeigt uns, dass der Untergrund geeignet und stabil ist. Zusammen mit unserem Partner Eavor werden wir in den kommenden Monaten in die konkrete Planung für die nächsten Projektschritte gehen.“

So werden im Zuge des sogenannten „Process Designs“ nun systematisch die Planungen insbesondere der oberirdischen Anlage sowie der Bohrlochplanung und Genehmigungsplanung bearbeitet. Sämtliche Ergebnisse werden dann innerhalb eines sogenannten Engineering Reports bis Ende 2026 dokumentiert. Dieser Report dient letztlich den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm als Entscheidungshilfe, ob das Projekt fortgeführt wird oder nicht.

Quelle:

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm