Stadtwerke Erfurt starten Seismik im März 2026

11.12.2025 | Erkundung & Analyse
Stadt Erfurt.

Die Stadtwerke Erfurt erkunden im Frühjahr 2026 den Untergrund der Region, um das Potenzial für Tiefengeothermie zu klären. Von Mitte März bis Mai sollen das Erfurter Stadtgebiet und das Umland auf einer Fläche von 136 Quadratkilometern seismisch untersucht werden. 

Thüringens Hauptstadt setzt bei der Fernwärmeversorgung auf Tiefengeothermie. Die Stadtwerke Erfurt wollen so die derzeit etwa 48.000 Fernwärme-Haushalte unabhängig von hohen und stark schwankenden Energiemarktpreisen machen. Für dieses Großprojekt, das die Stadtwerke Erfurt auf ein Investitionsvolumen von einer halben Milliarde Euro schätzen, erfolgen jetzt die ersten konkreten Schritte. 

Zur Vorbereitung der seismischen Messungen hat die Firma Geo-Service K. Bittner GmbH aus dem niedersächsischen Walsrode damit begonnen, die Erfurter Haus- und Garteneigentümer, Landwirte, Unternehmen sowie die Gemeinden in der Umgebung zu informieren. Im März 2026 sollen die Untersuchungen beginnen und je nach Witterung etwa 65 Tage dauern. Ursprünglich hatten die Stadtwerke Erfurt die Untersuchungen für die zweite Jahreshälfte 2025 angekündigt. Beauftragt mit den Messungen ist die polnische Firma Geofizyka Toruń S. A.

Bis Ende 2026 sollen die so gewonnenen Daten ausgewertet werden. Danach wollen die Stadtwerke etwa entscheiden, welcher Standort sich für eine aufwendige Tiefenbohrung eignet. Eine Erkundungsbohrung könnte 2028 erfolgen. Rund 5,8 Millionen Euro kostet allein das Erkundungsprojekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie laut den Stadtwerken Erfurt mit 2,4 Millionen Euro gefördert wird. Die restliche Summe tragen die Stadtwerke aus Eigenmitteln.

Quelle:

Stadtwerke Erfurt

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