Start der ersten Bohrung in Schwerin

02.10.2018 | Jochen Schneider
Jörg Uhde, Pfalzwerke geofuture GmbH

Am Montag wurden in Schwerin Lankow die Bohrarbeiten für die erste Bohrung gestartet. Ziel ist es in 1.200 Meter Tiefe 50 Grad Celsius heißes Thermalwasser zu erschließen.

Praxisforum Geothermie.Bayern

"Wir bringen damit in Schwerin die Erneuerbaren Energien auf den Wärmemarkt", erklärte der Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerin Josef Wolf zum Beginn der Bohrarbeiten. Die Endteufe der ersten Bohrung am Heizkraftwerk Lankow soll in 1.235 Meter liegen. Hier wird Themalwasser mit einer Schüttung von über 40 Liter pro Sekunde erwartet. Bis in acht Wochen will die Daldrup & Söhne AG die Endteufe laut Vorstandsmitglied Peter Maasewerd errreichen. Die zweite Bohrung soll in ca. 900 Meter Entfernung am Sportpark in Lankow abgeteuft werden.

Die erwartete Fördertemperatur von 50 Grad Celsius wird mit Wärmepumpen auf 70 Grad Celsius angehoben und ins Fernwärmenetz der Stadtwerke eingespeist werden. Nach dem gleichen Prinzip wird in Riehen bei Basel seit über 20 Jahren die Gemeinde mit Wärme versorgt. Mit der tiefen Geothermie können nach Angaben der Stadtwerke 15 Prozent des Fernwärmebedarfs gedeckt werden. Der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg Vorpommern, Christian Pegel, gratulierte den Stadtwerken zu der Entscheidung für das Projekt und sieht eine Signalwirkung: „Damit wird nach einem Vierteljahrhundert erstmals wieder in MV ein Geothermie-Projekt realisiert, das Beispielwirkung haben wird“, zitiert ihn die Schweriner Volkszeitung.

Energieminister Christian Pegel gratulierte den Stadtwerken zu der Entscheidung. „Damit wird nach einem Vierteljahrhundert erstmals wieder in MV ein Geothermie-Projekt realisiert, das Beispielwirkung haben wird.“ – Quelle: https://www.svz.de/21212007 ©2018

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