Start der 3D-Seismik verschoben
Die geplante Seismik-Kampagne wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 umgesetzt. Nach aktuellem Stand beginnen die Messungen im August und laufen voraussichtlich bis Dezember. Ursprünglich war ein Start bereits im zweiten Quartal diesen Jahres vorgesehen, musste jedoch aufgrund von Auflagen während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr und Frühsommer verschoben werden. Die Detailplanungen durch die Stadtwerke München (SWM) und die Energie-Wende-Garching (EWG) dauern derzeit noch an.
Das Messgebiet
Das Messgebiet umfasst rund 1.100 Quadratkilometer im Großraum München. Es erstreckt sich über Teile des Münchner Stadtgebiets sowie neun Landkreise und mehr als 60 Gemeinden. Mithilfe der 3D-Seismik werden detaillierte Daten des Untergrunds erhoben, um potenziell die Nutzung von Tiefengeothermie gezielter ausbauen zu können und vorhandene Erdwärmepotenziale möglichst vollständig zu untersuchen.
Regionaler Zusammenhalt
Neben den Projektpartnern des Forschungsprojekts GIGA-M haben sich drei weitere regionale Akteure zur Initiative „M-Plus“ zusammengeschlossen: die Innovative Energie für Pullach GmbH (IEP), die Stadtwerke Fürstenfeldbruck sowie der Zweckverband Versorgungs- und Verkehrsbetriebe Neufahrn/Eching. Der Verbund organisiert seine Aktivitäten eigenständig und stimmt sich eng mit GIGA-M ab.
Zusammenspiel von Praxis und Wissenschaft
Das Forschungsprojekt GIGA-M wird von der Technischen Universität München (TUM) koordiniert. Zu den Partnern zählen neben SWM und EWG auch die Energieagentur Ebersberg-München, die Landeshauptstadt München sowie der Landkreis München. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Bürgerinformation und Vorbereitung
Die Vorbereitungen für die Messkampagne laufen bereits auf Hochtouren. Das Fachbüro IPS Informations- und Planungsservice GmbH holt derzeit die erforderlichen Betretungserlaubnisse von Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern ein. Parallel dazu planen die Projektbeteiligten umfassende Informationsmaßnahmen. Neben frühzeitiger Öffentlichkeitsarbeit sind auch Informationsveranstaltungen im gesamten Untersuchungsgebiet vorgesehen, bei denen interessierte Bürgerinnen und Bürger Einblicke in das Verfahren und die eingesetzte Technik erhalten.