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Start des Geothermieprojekts Vaterstetten-Zorneding-Grasbrunn verzögert sich

16. Juni 2013

Nachdem die Gemeinden endlich einen Investor für ihr Geothermieprojekt gefunden haben, muss nun die Versicherbarkeit des Projekts als nächste Hürde genommen werden.

Ein entsprechender Vertragsschluss mit den Rückversicherern sei die Grundvoraussetzung für den Start des Projekts, erklärte der Investorenvertreter Josef Daldrup, Geschäftsführer der Geysir Europe und Exorka GmbH, der Süddeutschen Zeitung. Da Verhandlungen mit Versicherungen sich meist langwierig gestalten, werden gleichzeitig mehrere Anbieter hinzugezogen. Exorka sieht einen Vertragsabschluss für das nächste Vierteljahr als realistisch. Wann die erste Fernwärme für die Gemeinden bereitgestellt werden kann, ist aber zu diesem Zeitpunkt noch ungewiss. Der Zeitplan verzögert sich. Ein Beginn des Projekts stellte Daldrup für spätestens Mitte 2014 in Aussicht.

Die Gemeinden Vaterstetten, Zorneding und Grasbrunn hingegen sehen das Projekt stärker gefährdet. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hoffe der Vaterstettener Umweltamtsleiter Wolfgang Kuhn auf einen Vertragsabschluss innerhalb der nächsten Wochen. Bürgermeister Martin Wagner (CSU) hingegen äußerte starke Zweifel im Gemeinderat letzte Woche. Er sehe einen zeitnahen Projektstart als unrealistisch. Überhaupt sei es fraglich, ob die Geothermie sich in Vaterstetten und umliegenden Gemeinden überhaupt noch realisieren lasse, so Wagner, da die Gespräche mit den Versicherungen bislang alle erfolglos geblieben sind. Ähnliche Zweifel hört man auch aus der Nachbargemeinde Grasbrunn. Für deren Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) bleibt es abzuwarten, ob der Investor die Versicherungsthematik erfolgreich beschließen wird.

Die Kosten für das Projekt wurden von Exorka mit knapp 68 Millionen Euro angegeben. Mehr als 30 Prozent davon fließen in die mindestens 3000 Meter tiefen Bohrungen. Ohne Bohrung kann keine Temperaturprognose für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Projekts getroffen werden. Die Gemeinden Vaterstetten, Zorneding und Grasbrunn wären mit einem Darlehen von fünf Millionen Euro an dem Projekt beteiligt. Für eine Ausfallbürgschaft müsste sie noch zusätzlich eine Millionen Euro aufbringen.

Ob und wann das Projekt in die Umsetzungsphase geht, werden die Verhandlungen mit den Versicherungen in den nächsten Wochen zeigen. (sv)

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