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Startschuss für weiteres interkommunales Geothermieprojekt

23. Januar 2013

Die Gemeinderäte aus Grasbrunn, Vaterstetten und Zorneding, im Osten von München, haben in einer gemeinsamen Sitzung fast einstimming den Start des interkommunalen Geothermieprojekts beschlossen, berichtet heute das Portal merkur-online. Das Projekt soll in Zusammenarbeit mit der Geysir-Gruppe realisiert werden.

Die ersten Schritte in dem Geothermieprojekt wurden bereits im Juli 2006 getan. Das Projekt kam jedoch im Laufe der Jahre ins Stocken. Nach dem Beschluss der Gemeinderäte steht nun die Planung der ersten Bohrung an.

Das Projekt wird von der deutsch-isländische Geysir-Gruppe betreut. Das Fachunternehmen soll die Investitionskosten von fast 60 Millionen Euro für Bohrung, Aufbau der Energiezentrale und Teilausbau des Wärmenetzes tragen. Der Planungsablauf sei in sechs Bauabschnitte eingeteilt. Der Bohrplatz werde nach geologischen Gesichtspunkten gewählt, wie Curd Bems, Geschäftsführer der Exorka GmbH, einer Tochterfirma der Geysir Europe Gruppe und Mitinhaber der Geysir-Gruppe, betont.

Die drei Gemeinden wollen für die erste Bohrung jeweils 1,7 Millionen Euro als Darlehen zur Verfügung stellen, insgesamt fünf Millionen Euro. Zusätzlich wurden für die bisherigen Planungskosten etwa 300.000 Euro von jeder Kommune ausgegeben. Sobald die Geothermie läuft, können sich die Gemeinden das Darlehen langfristig zurückzahlen lassen oder es in einen Anteil an der Produktionsfirma oder der künfitgen Vertriebsfirma umwandeln, wie der Münchner Merkur online berichtet.

Die Bürgermeister der drei Kommunen sehen den Beschluss der Gemeinderäte unterschiedlich. Der Bürgermeister von Grasbrunn, Klaus Korneder von der SPD, unterstreicht, dass mit dem Beschluss "noch keine Entscheidung pro oder contra Geothermie getroffen sei". Die Amtskollegen aus Vaterstetten, Robert Niedergesäß und Piet Mayr aus Zorneding, beide CSU, sehen mit dem Beschluss die Hauptentscheidung für die Geothermie gefallen. (ed)

Quelle: 

merkur-online

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