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Swisspower plant mit Tiefenwärmekraftwerken die Schweiz mit Energie zu versorgen

27. Juni 2011

Swisspower, ein Verbund aus 25 Stadtwerken, plant eine Energieversorgung der Schweiz bis 2050 aus alternativen Energiequellen, wobei ein gewichtiges Standbein die Geothermie sein wird. Etwa eine Million Menschen sollen mit einem Geothermie-Kraftwerk mit Strom versorgt werden.

In dem im September vorzustellenden „Masterplan 2050“ plant der Stadtwerke-Verbund die Umstellung der Strom- und Wärmeproduktion auf alternative Energiequellen. Dabei sollen jährlich 40 Terrawattstunden durch Geothermie bereitgestellt werden. Bei der Stromproduktion ist eine einstellige Terrawattgröße vorgesehen. Die alternativen Energiequellen müssen bis 2034 die 40 Prozent Stromversorgung durch Kernenergie ersetzen.

Die Swisspower Netzwerk AG umfasst unter anderem die Stadtwerke von Bern, Genf, Basel, St. Gallen und Winterthur und versorgt insgesamt 1,2 Millionen Kunden in der ganzen Schweiz,

Um die angestrebten Energiemenge aus der Geothermie zu verwirklichen, unterstützt Swisspower ein neuartiges Geothermie-Projekt, das so genannte Tiefenwärmekraftwerk. Das von Ingenieurbüro DTE (Deep Thermal Energy) in Weinfelden (Kanton Thurgau) geplante Projekt sieht Tiefen von 10.000 Metern vor, in denen die Wärmegewinnung in einem geschlossenen System stattfinden soll. Dabei soll ein Tiefenschacht mit 12 Metern Breite mit horizontalen Bohrungen in entsprechender Tiefe niedergebracht werden. Das in die Tiefe verbrachte Wasser wird keinen direkten Kontakt mit dem Gestein haben. Der so produzierte Strom soll etwa eine Million Menschen versorgen, was etwa einem Atomkraftwerk entspricht. Als mögliche Standorte werden die Kantone St. Gallen und Schwyz gesehen.

Das Ingenieurbüro DTE arbeitet unter anderem mit folgenden Partnern an dem Projekt: ETH Zürich, Thyssen Schachtbau, Bergbauakademie Freiberg, WWF und Stadtwerke-Verbund Swisspower  .

Einen weiteren Vorteil soll das Tiefenwärmekraftwerk haben. Das Erdbeben-Risiko sei zu vernachlässigen. „Bei einer Bohrung in dieser Größenordnung ist mit keinen Erdbeben zu rechnen. Diese Bohrungen sind zu vergleichen mit Bohrungen für Strassen-, Eisenbahntunnels oder Entwässerungsstollen.“ so DTE.(va)

Quelle: www.tagesanzeiger.ch, www.tagesschau.sf.tv

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