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Tiefe Geothermie stärkt regionalen Gemüseanbau in Österreich

2. Oktober 2013

Mit dem geplanten tiefen Geothermieprojekt in Bad Blumau könnte in der Oststeiermark bald ganzjährig regionales Gemüse umweltfreundlich angebaut werden. Nach dem Rogner Bad Blumau wäre dies die zweite Erschließung in der 1.600 Einwohner Gemeinde.

Die Frutura-Gemüsewelt setzt auf biologische Landwirtschaft und Nachhaltigkeit in der Gemüseproduktion. Mit einer innovativen Gewächshauskultur will der Gemüsebauer im Safental auf knapp 27 Hektar geplanter Anbaufläche zukünftig ganzjährig Tomaten, Gurken und Paprika anbauen. Beheizt werden sollen die Glashäuser mit geothermischer Energie aus einer weiteren geothermischen Erschließung in Bad Blumau. Bei einer erwarteten Thermalwassertemperatur von 110 Grad Celsius und einer geschätzten Förderrate von 60 Liter pro Sekunde stünde genug Wärme zu Verfügung, um zukünftig auch in der kalten Jahreszeit umweltfreundlich und betriebswirtschaftlich Obst und Gemüse zu produzieren. Zudem mache man sich größtenteils unabhängig von Importen, wodurch laut Frutura auf 600.000 LKW-Kilometer verzichtet werden könnte. Mehr als 21 Millionen Tonnen CO2-Emissionen würden so vermieden, erklärt Frutura auf ihrer Webseite. Aus diesem Vorzeigeprojekt könnten rund 200 regionale Arbeitsplätze in der Region entstehen.

Wie das Presseportal APA-OTS berichtet, bestätigt eine agrarmarketingpolitische Studie der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) dem Geothermieprojekt Bad Blumau seine nachhaltige Ausrichtung. Solche innovativen landwirtschaftlichen Projekte steigerten auch die regionale Wertschöpfung, erklärte Professor Schiebel der BOKU dem Presseportal APA-OTS.

Die österreichische Frutura-Gemüsewelt beliefert die Supermarktkette SPAR. Deren Sprecherin, Nicole Berkmann, erklärte auf dem Pressportal, SPAR habe von Beginn auf dieses innovative Konzept gesetzt und könne nun weit über die normale Saison hinaus die Verbraucher mit Gemüse aus regionalem Anbau versorgen. Auf teure Zukäufe aus dem Ausland könne man damit weitestgehend verzichten.

In Deutschland ist im Geothermieprojekt Kirchweidach von GEOenergie Bayern auch eine ganzjährige Gemüseproduktion geplant. Hier sollen über tiefengeothermisch beheizte Gewächshäuser bis zu sechs Millionen Tonnen Tomaten jährlich reifen.

In Bad Blumau gibt es bisher eine geothermische Dubletten-Erschließung mit Temperaturen um 110 Grad Celsius, die mit ca. 25 Liter pro Sekunde artesisch ausfließen. Neben der Wärme- und Stromgewinnung ist die Besonderheit der hohe CO2-Gehalt von über zehn Liter pro Liter Tiefengrundwasser, das abgetrennt und gereinigt als Quellkohlensäure an die Getränkeindustrie verkauft wird. Aufgrund der Mineralisation von ca. 16 Gramm pro Liter und dem hohen CO2-Gehalt wird das Tiefengrundwasser mit einem Inhibitor versehen, um Ausfällungen zu verhindern. Das Tiefengrundwasser wird im im Rogner Bad Blumau auch direkt für deinen Badeteich verwendet. (sv)

Quelle: 

APA-OTS, Frutura

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