Trauer um Dr. Christian Hecht

15.06.2017 | Jochen Schneider
Geothermiebohrung in Bayern

Bestürzt und fassungslos ereilte uns gestern die Nachricht vom unerwarteten Tod von Dr. Christian Hecht.

Christian Hecht wurde 1959 im rumänischen Herrmanstadt geboren. Nachdem er mit seinen Eltern nach Deutschland migrierte, begann er 1981 in Heidelberg Geologie zu studieren. Seine Diplomarbeit beendete er 1989 bei Prof. Dr. Pfefferkorn. Sie beschäftigte sich mit dem Distributary Macareo im Orinoco Delta in Venezuela. Die anschließende Promotion führte den Sedimentologen in das karbonische Vorlandbecken Südwestenglands, in der damals neu etablierten Tektonik-Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Greiling. Seine Promotion schloss er 1992 ab.

Nach verschiedenen Forschungsaufenthalten und Tätigkeiten, unter anderem in Liverpool und Halle, widmete er sich mit seiner Tätigkeit bei Hotrock in Karlsruhe intensiv der tiefen Geothermie. Hier war er in verschiedene Geothermieprojekte involviert, unter anderem in das Projekt Insheim. Seit 2013 war er für die Stadtwerke München tätig. Hier war er maßgeblich involviert in die Entwicklung der Wärmestrategie 2040, in den Ausbau der Geothermie für die Stadt München und besonders als Projektleiter des einzigartigen Forschungsprojektes Grame. Der Wissenschaft und der Lehre blieb Christian Hecht auch während seiner Tätigkeit für die SWM eng verbunden. Er hielt neben seiner Tätigkeit auch Vorlesungen am Institut für Geologie an der Universität Halle und unterstützte die Geothermieforschung im Molassebecken durch eine enge Kooperation mit der TUM und der Betreuung von Forschungsarbeiten.

Mit Dr. Christian Hecht verlieren nicht nur die Stadtwerke München einen wertvollen Mitarbeiter, sondern auch die gesamte Geothermiebranche trauert um einen ihrer Vordenker. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden besonders bei seiner Frau und seinen Angehörigen. Wir werden ihn als großartigen Menschen in Erinnerung behalten.

Quelle:

Uni Halle, SWM

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