Die Vorgeschichte des Grazer Geothermie-Projekts: Die Stadt Graz war im vergangenen Jahr nicht bereit, umfassende Haftungen zu übernehmen. Die Rede war von bis zu 200 Millionen Euro. Tagelang tobte eine kommunalpolitische Schlammschlacht. Das Versorgungsunternehmen Energie Steiermark legte sogar ein Angebot für die Übernahme der Energie Graz vor, was im Rathaus brüsk abgelehnt wurde. Dann wurde ein „Friedensabkommen“ geschlossen und neue Gespräche konnten beginnen.
Wie die "Kronen-Zeitung" und die "Kleine Zeitung" jetzt berichten, starten schon im Februar 2026 die seismischen Messungen in acht steirischen Bezirken (Graz, Graz-Umgebung, Südoststeiermark, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz, Voitsberg, Leibnitz und Deutschlandsberg). Auf einer Länge von 900 Kilometern wird untersucht, wo besonders viel heißes Wasser in der Erde zu finden ist. Die Messungen gehen in bis zu 3,5 Kilometer Tiefe. Dauern sollen die Arbeiten bis April.
Die Kosten von fünf Millionen Euro übernimmt die Energie Steiermark – „verbunden mit der großen Hoffnung, dass die konstruktiven Gespräche mit der Stadt Graz zu einem guten Ende kommen“, so Unternehmenssprecher Urs Harnik. Das Projekt soll also unbedingt am Leben erhalten bleiben.
Kleine Zeitung / Kronen-Zeitung