Wie die Datenanalyse zu Gebäudestrukturen, Heizsystemen, Netzen und Verbrauchssektoren zeigte, wird der Wärmebedarf in Unterschleißheim derzeit noch zu 72 Prozent aus fossilen Energiequellen gedeckt. Die CO₂-Emissionen betragen derzeit etwa 63.000 Tonnen jährlich, heißt es im Bericht des Münchner Merkur.
Gemeinsam mit der Geothermie Unterschleißheim (GTU) habe die Stadt ein Zielszenario entwickelt: Der Anteil der Fernwärme aus Geothermie soll bis 2045 auf 57 Prozent steigen. Die geothermische Leistung soll dabei von 46,7 Megawatt auf etwa 120 steigen – und künftig nahezu das gesamte bebaute Stadtgebiet versorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ab Ende 2027 in der Energiezentrale der GTU eine zentrale Großwärmepumpe geplant. In den frühen 2030er-Jahren soll zusätzlich eine zweite Förderbohrung die geothermische Wärmeproduktion weiter verstärken.
Bürgermeister Christoph Böck appellierte in der Sitzung des Stadtrats: „Entscheidend ist jetzt, dass wir Interessenten in den Wohngebieten haben, die den Geothermie-Anschluss wollen und sich verbindlich anmelden.“ Wenn alle Schritte der Wärmeplanung umgesetzt werden, könnten die CO₂-Emissionen bis 2045 um 94 Prozent reduziert werden – auf nur noch rund 3.800 Tonnen jährlich.
Münchner Merkur