Unterschleißheim will geothermische Leistung fast verdreifachen

27.02.2026 | Projekte
Geothermie Unterschleißheim

Der Stadtrat von Unterschleißheim hat die fertiggestellte Wärmeplanung beschlossen. Um die Stadt im Landkreis München bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu machen, soll der Anteil der Fernwärme aus Geothermie auf 57 Prozent steigen. Die geothermische Leistung soll sich von jetzt 46,7 Megawatt auf etwa 120 Megawatt fast verdreifachen.

Wie die Datenanalyse zu Gebäudestrukturen, Heizsystemen, Netzen und Verbrauchssektoren zeigte, wird der Wärmebedarf in Unterschleißheim derzeit noch zu 72 Prozent aus fossilen Energiequellen gedeckt. Die CO₂-Emissionen betragen derzeit etwa 63.000 Tonnen jährlich, heißt es im Bericht des Münchner Merkur. 

Gemeinsam mit der Geothermie Unterschleißheim (GTU) habe die Stadt ein Zielszenario entwickelt: Der Anteil der Fernwärme aus Geothermie soll bis 2045 auf 57 Prozent steigen. Die geothermische Leistung soll dabei von 46,7 Megawatt auf etwa 120 steigen – und künftig nahezu das gesamte bebaute Stadtgebiet versorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ab Ende 2027 in der Energiezentrale der GTU eine zentrale Großwärmepumpe geplant. In den frühen 2030er-Jahren soll zusätzlich eine zweite Förderbohrung die geothermische Wärmeproduktion weiter verstärken. 

Bürgermeister Christoph Böck appellierte in der Sitzung des Stadtrats: „Entscheidend ist jetzt, dass wir Interessenten in den Wohngebieten haben, die den Geothermie-Anschluss wollen und sich verbindlich anmelden.“ Wenn alle Schritte der Wärmeplanung umgesetzt werden, könnten die CO₂-Emissionen bis 2045 um 94 Prozent reduziert werden – auf nur noch rund 3.800 Tonnen jährlich. 

Quelle:

Münchner Merkur

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