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Vibrofahrzeuge am Ammersee unterwegs

21. Mai 2008

Anfang der Woche hat die seismische Erkundung durch die Essener Explorationsfirma DMT GmbH & Co. KG im Auftrag der Geoenergie Bayern GmbH am Westufer des Ammersees begonnen. Die Vibrationsfahrzeuge erkunden bis Mitte Juni die Thermalwasserlagerstätten im Gemeindegebiet zwischen Utting, Schondorf und Finning.

Ziel ist die Nutzung der heißen Quellen in einem hydrogeothermischen Kraftwerk durch die Geoenergie Bayern GmbH aus Regensburg. Sollte die Exploration erfolgreich sein plant die Geoenergie Bayern den Bau eines hydrothermischen Kraftwerks im bergrechtlich genehmigten Aufsuchungsgebiet "Utting" zwischen Finning, Utting und Schondorf.
"Die Wahl des optimalen Standorts ist nicht nur abhängig von denkbaren Verwerfungen im Untergrund, der förderbaren Wassermenge und -temperatur, sondern vor allem auch von der Akzeptanz in der Bevölkerung", so Bernhard Gubo von Geoenergie Bayern GmbH in einer Pressemitteilung. Deshalb werden in den nächsten Wochen zunächst die neu gewählten Gemeinderäte der angrenzenden Gemeinden über die Möglichkeiten der geothermischen Energieerzeugung informiert.

Die Hoffnung der Betreiber ist es über 100°C heißes Wasser aus einer Tiefe von über 3.000 m zu gewinnen. Vier Bohrungen, je zwei Förder- und Reinjektionbohrungen, garantieren einen nachhaltig, stabilen Kreislauf des Thermalwassers. Die geplante elektrische Leistung liegt hierbei, abhängig vom temperaturbedingten Wirkungsgrad, bei ca. 8 MW, womit sich zirka 20.000 Haushalte versorgen ließen. Hinzu kommt die effizienzsteigernde Abgabe von Wärme in ein Nahwärmenetz.

Bei geothermischen Lagerstätten in der angenommenen Tiefe geht man von einer Bohrzeit mit anschließender Testphase von 3 Monaten pro Bohrung, also von zirka einem Jahr aus. Würde parallel mit dem Bau des Kraftwerkes begonnen, könnte man eventuell bereits 2010 ins Stromnetz einspeisen und den angrenzenden Gemeinden günstige, preisstabile Wärme anbieten. (ag)

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