Der Pressemitteilung zufolge plant Vulcan Energy jährlich rund 24.000 Tonnen klimaneutrales Lithiumhydroxidmonohydrat für die Automobilbranche in Deutschland und Europa zu produzieren. Diese Menge an Lithium reicht nach Angaben des Unternehmens für die Herstellung von 500.000 Elektrofahrzeugbatterien pro Jahr. Vulcan hat bereits Abnahmeverträge mit Autobauern wie Stellantis, Renault und Volkswagen sowie dem Autobatteriespezialisten LG Energy Solutions und dem belgischen Rohstoffkonzern Umicore geschlossen.
Vulcan wurde 2018 in Australien gegründet. Der aktuelle Schwerpunkt liegt dem Unternehmen zufolge aber auf Europa. Neben Rheinland-Pfalz und Südhessen will Vulcan Energy künftig auch Projekte in Baden-Württemberg entwickeln. Besonders im Oberrheingraben. Dort werden die größten Lithiumvorkommen Europas vermutet.
„Mit dem Projekt bei Landau können wir einen Beitrag zur Versorgung der Region mit erneuerbarer Grundwärme leisten sowie den Wandel zur Elektromobilität in Deutschland und Europa unterstützen“, sagte Firmenchef Cris Moreno. Die Sicherheit und Qualität der Ausführung des Projekts stünden an vorderster Stelle
Der Aufbau der Bohranlage folgt auf den Abschluss zentraler Infrastrukturarbeiten wie dem Bau des Bohrplatzes Schleidberg, der Einrichtung des Crew-Camps und der Erschließung der Zufahrtsstraße. Die elektrische Bohranlage hat eine Leistung von 2500 PS, eine Hakenlastkapazität von 550 Tonnen und ist ausgestattet mit einem Hochdruck-Pumpsystem mit bis zu 7500 psi.
Die Bergbaubehörde hat den Sonderbetriebsplan sowie die Transportgenehmigungen für die Bohranlage bereits im vierten Quartal 2024 genehmigt. Nach dem Aufbau der Anlage werden routinemäßige Inbetriebnahme- und Testverfahren folgen, um einen sicheren und effizienten Betrieb zu gewährleisten. Sobald die Finanzierung der ersten Projektphase abgeschlossen ist, wird die firmeneigene Bohrfirma Vercana mit dem Aufbau der zweiten elektrischen Bohranlage am geplanten Bohrplatz Trappelberg beginnen.
Vulcan Energy