Der neue Bohrplatz ein zentraler Baustein für die zukünftige klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt Landau und der Region. Bereits im Vorfeld hatte Vulcan am Trappelberg wichtige vorbereitende Arbeiten abgeschlossen. Dazu zählt unter anderem die Errichtung einer tiefen Grundwassermessstelle, die die oberflächennahen Aquifere überwacht und den Schutz der Grundwasserhorizonte, während der Bau‑ und Bohrarbeiten sicherstellt. Diese Messstellen sind ein wesentlicher Bestandteil der geologischen und sicherheitstechnischen Vorbereitung für den späteren Tiefbohrbetrieb.
Am Bohrplatz Trappelberg wird die Wärme der geförderten Thermalsole zunächst über einen Wärmetauscher auf einen geschlossenen Industriewasserkreislauf übertragen. Dieses erwärmte Industriewasser kann direkt vor Ort ausgekoppelt und bei Bedarf zur klimaneutralen Wärmeversorgung der Gemeinde Rohrbach genutzt werden.
Über Pipelines werden sowohl die Thermalsole als auch das Industriewasser zwischen den Bohrstandorten und der zentralen Geothermie- und Lithiumextraktionsanlage (G-LEP) am Standort D12 in Landau transportiert. Dort wird die Wärme des Industriewassers für die Versorgung der Fernwärmenetze des örtlichen Versorgungsunternehmens ESW und zusätzlich zur Stromproduktion durch eine ORC-Anlage genutzt.
Parallel dazu wird die abgekühlte, lithiumhaltige Sole in die Lithiumextraktionsanlage geleitet und das enthaltene Lithium extrahiert, bevor die lithiumarme Sole wieder in das geothermische Reservoir zurückgeführt wird. Das in Landau gewonnene Lithium wird anschließend in der Zentralen Lithiumanlage (CLP) in Frankfurt‑Höchst zu Lithiumhydroxid‑Monohydrat (LHM) weiterverarbeitet.
Der Start der Bohrarbeiten am Trappelberg ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Schleidberg und Trappelberg sind zwei von fünf neuen Bohrstandorten, die Vulcan in der Region erschließen will.
Für den Bohrplatz Schleidberg hat Vulcan bereits positive Ergebnisse aus der ersten Bohrung bekanntgegeben. Bei einem Produktionstest konnte der hohe Lithiumgehalt sowie die Leistungsfähigkeit des Reservoirs gemäß der Ressourcenabschätzung für das Lionheart-Projekt bestätigt werden. Seit Februar laufen dort die Arbeiten an der zweiten Bohrung planmäßig weiter.
Vulcan Energy