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Weitere Machbarkeitsstudie in Niedersachsen gefördert

28. Januar 2013

Das Land Niedersachsen fördert eine weitere Machbarkeitsstudie zur geothermischen Nutzung in der Samtgemeinde Sögel im Emsland nahe der holländischen Grenze. Unabhängig davon wird dort gerade eine 3D-Seismik durchgeführt.

Nach den Machbarkeitsstudien für Bad Bevensen, Barenburg und Hannover Langenhagen fördert das Land Niedersachsen in der Samtgemeinde Sögel die vierte Machbarkeitsstudie für eine geothermische Nutzung. Wie bei den anderen Projekten wird auch Sögel mit 250.000 Euro unterstützt. Damit ist das Volumen von einer Million Euro ausgeschöpft, das das Umweltministerium in Hannover Anfang September für Pilot- und Demonstrationsvorhaben im Bereich der mitteltiefen und tiefen Geothermie zur Verfügung gestellt hat.

Die Machbarkeitsstudie in der Samtgemeinde Sögel soll die Entwicklung eines Geothermiekraftwerks auf dem Hümmling, einer Grundmoränenlandschaft, untersuchen. Zusammen mit einer privaten Projektentwicklungsgesellschaft arbeitet die Samtgemeinde schon längere Zeit an der Idee ein emissionsfreies und grundlastfähiges Kraftwerk zu bauen, wie die Gemeinde jetzt mitteilte. Diese Chance biete derzeit nur die Geothermie.

Der noch amtierende Justizminister Bernd Busemann sagte bei der Übergabe des Förderbescheides, dass in dem auf 4,5 Megawatt ausgelegten Projekt große Chancen stecken würden. Dazu bedürfe es aber auch einer Risikobewertung. "Ohne Machbarkeitsstudie kommen wir bei diesem Thema nicht weiter“, so Busemann. Im Gegensatz zu den begrenzt vorhandenen fossilen Energieträgern stelle der natürliche Wärmefluss im Erdinneren eine unerschöpfliche Energiequelle dar.

Die momentane Projektplanung sieht nach Angaben von Mitgesellschafter und Rechtsanwalt Jens Gieseke das Abteufen von zwei Bohrungen bis zu einer Tiefe von 4.500 bis 5.000 Meter vor, in denen das Gestein „definitiv über 170 Grad heiß ist“. Dann sollen die Bohrungen mit dem EGS-Verfahren genutzt und das in der Tiefe erwärmte und geförderte Wasser oberirdisch über Generatoren zur Stromerzeugung verwendet werden.

Ein Grund für die Vergabe der vierten Machbarkeitsstudie des Landes an Sögel und Hümmling ist auch die momentan von GDF Suez beauftragte 3D-Seismik. Seit Oktober 2012 bis voraussichtlich April 2013 erkundet die DMT die Untergrundstrukturen. Ziel ist die Suche nach noch unentdeckten bzw. zurückgebliebenen Erdölvorkommen. Die Hümmlinger Kommunen hatten ihre Zustimmung zur 3D-Seismik auch in der Erwartung erteilt, dass die Ergebnisse dieser Studie unter anderem für die Ermittlung des geothermischen Potenzials verwandt werden können. „Dazu hat es auch bereits konkrete Gespräche mit GDF Suez gegeben“, sagte der Bürgermeister der Samtgemeinde, Günter Wigbers. (js)

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