Zürich und Winterthur setzen weiter auf Geothermie

23.07.2013 | Internationale Projekte, Marktentwicklung | Jochen Schneider
Geothermiebohrung in Bayern

Trotz der Erschütterungen in St. Gallen wollen Winterthur und Zürich weiter auf Geothermie zur Energieversorgung setzen. Beide Städte wollen gemeinsam mit dem Unternehmen Geo-Energie Suisse die tiefe Geothermie in der Schweiz entwickeln.

"Neben der Wasserkraft ist die Geothermie die einzige Art, um in der Schweiz in grösserem Maß Energie zu produzieren", wird der zuständige Zürcher Stadtrat, Andreas Thürler im Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) zitiert. Dies will er mit  politischer Rückendeckung durch das Stadtparlament und in Zusammenarbeit mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EKZ) erreichen.

Zwar wurde die Bohrung im Triemliquartier in Zürich 2009 auf Grund fehlender guter Ergebnisse abgebrochen, doch hat sich die Stadt bei der Geo-Energie Suisse AG, einem Zusammenschluss verschiedener Schweizer Energieproduzenten, engagiert. Die Geo-Energie Suisse prüft mögliche Standorte für die Nutzung tiefer Geothermie unter anderem in Sursee im Kanton Luzern oder in Avenche im Kanton Vaad.

Auch die Winterthurer Stadtwerke wollen der Geo-Energie Suisse AG demnächst beitreten. Markus Sägesser, Chef der Winterthurer Stadtwerke wird im Regionaljournal Zürich Schaffhausen wie folgt zitiert: "Es ist wichtig, das Know-how bei dieser Technologie schweizweit zu bündeln." Die Erdbeben in St. Gallen und Basel sieht Sägesser als Kinderkrankheiten, die zu der Erforschung von neuen Technologien gehörten. Sägesser erinnert dabei an Entwicklung der Wasserkraft und die Entstehung der Stauseen. Damals sei es auch zu Erschütterungen gekommen.

Auch im Kanton Schaffhausen soll längerfristig Geothermie genutzt werden. Auf Anfrage des SRF bezeichnet Baudirektor Reto Dubach Erdwärme für den Kanton Schaffhausen durchaus eine "interessante Option".

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