Zwei Bohrungen in der Steiermark kommen sich in die Quere

13.01.2026 | Internationale Projekte
Eine Geothermie-Anlage zur Beheizung eines großen Gewächshauses oder eine neue Bohrung für die Therme Bad Blumau

Eine Geothermie-Anlage zur Beheizung eines großen Gewächshauses oder eine neue Bohrung für die Therme Bad Blu­mau: Im österreichischen Bundesland Steiermark kommen sich zwei Projekte in die Quere. Jetzt müssen die Behörden entscheiden, welches Projekt zuerst loslegen darf. 

Auf dem Bohrplatz für die geplante Geo­ther­mie-Boh­rung in Neudau sollte eigentlich schon der Bohrturm stehen. Doch das Projekt in der ost­stei­ri­schen Gemeinde verzögert sich – obwohl es sich um ein Groß­pro­jekt mit Vorbildcharakter handelt. Grund­be­sit­zer Alex­an­der Kot­tu­linsky und Pro­jekt­lei­ter Peter Miksch sind verärgert, wie die „Kleine Zeitung“ in der Steiermark berichtet. 

Wie im vergangenen Jahr bekannt wurde, soll in Neudau ein 20 Hektar großes Gewächshaus entstehen, das mit Wärme aus Tiefengeothermie beheizt werden soll. Mehr als 90 Millionen Euro werden investiert. Betrieben werden soll das Gewächshaus vom Gemüse- und Obst­pro­du­zen­ten Fru­tura. Rund 250 Arbeitsplätze sol­len ent­ste­hen.

Der Grund für die plötz­li­che Ver­zö­ge­rung ist ein anderes Pro­jekt. In sieben Kilometern Entfernung plant auch die Therme Bad Blumau eine neue Bohrung. Zwei Vorhaben in so einem gerin­gen Abstand dür­fen jedoch aus Umwelt­schutz­grün­den nicht zeitgleich umge­setzt wer­den. Des­halb müs­sen sie nun von den Behörden auf Mach­bar­keit, Rele­vanz und Wert­schöp­fung geprüft wer­den, um zu ent­schei­den, wel­ches Projekt zuerst loslegen darf.

Pro­jekt­lei­ter Peter Miksch zeigt sich über­zeugt davon, dass sein Pro­jekt Vor­rang bekommt. Die Befürch­tung von Grund­be­sit­zer Alex­an­der Kot­tu­linsky ist jedoch, dass es sich durch Ein­sprü­che noch ein Jahr oder mehr hin­aus­zö­gern könnte. Dabei sollte diese Geo­ther­mie-Boh­rung bereits im nächsten Win­ter viel Energie für die Gemein­den Neu­dau, Bur­gau und Ste­gers­bach lie­fern. „Die zusätz­li­chen Kosten, die nun durch die Ver­zö­ge­rung ent­ste­hen, sind noch gar nicht abschätz­bar für uns“, sagt Kot­tu­linsky.

Quelle:

Kleine Zeitung

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