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Zweite Bohrung in Taufkirchen erfolgreich abgeteuft

13. Juli 2012

Das Tiefengrundwasser aus der zweiten Bohrung im oberbayerischen Taufkirchen, liegt mit 135 Grad Celsius und einer Fließrate von bis zu 120 Liter pro Sekunde im Bereich der ersten Bohrung und damit höher als erwartet.

Die Daldrup & Söhne AG hat die zweite Tiefbohrung des Geothermie-Projekts Taufkirchen erfolgreich abgeschlossen. Das Thermalwasser erreicht eine Schüttung von 120 Litern pro Sekunde und hat eine Temperatur von etwa 135 Grad Celsius. Damit liegt sie im Bereich der ersten Bohrung, die bei einer Fließrate von mindestens 100 Liter pro Sekunde eine Temperatur von 136 Grad Celsius des Tiefengrundwassers nachgewiesen hat. Damit liegen die Ergebnisse der geothermischen Dublette (Förder- und Injektionsbohrung) über den budgetierten Annahmen.

Die Wärmeleistung der Geo-Kraftwärmekopplungsanlage beträgt rund 39,8 MW thermisch und mit einem Kalina-Kraftwerk sollen ca. 4,3 MW elektrisch erreicht werden. Es wird mit einer Jahresstromproduktion von ca. 30.000 MWh, bei  ca. 7.000 Volllaststunden pro Jahr, und einer anfänglichen Jahreswärmeproduktion von ca. 21.000 MWh gerechnet. Im Vergleich zu konventioneller Strom- und Wärmeproduktion werden so rund 18.000 t CO2 pro Jahr eingespart.

Für die weitere Finanzierung des Kraftwerkbaus Taufkirchen evaluiert die Projektgesellschaft GeoEnergie Taufkirchen zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten. Daldrup strebt an, neben der bisherigen vollständigen Finanzierung aus Eigenmitteln, die für den Grundstückskauf, die Voruntersuchungen und die Tiefenbohrungen investiert wurden, das Projekt auch für Fremdkapitalgeber zu öffnen. In konkreten Gesprächen mit Banken wird der Finanzierungsbedarf der Projektgesellschaft in Taufkirchen für die obertägigen Installationen über bis zu 30 Mio. EUR derzeit verhandelt.

Als nächste Meilensteine sind die bereits begonnene 'Hochzeit' der hydraulischen Verbindung von beiden Bohrungen und der Beginn der Bauarbeiten für die Energiezentrale (Heizkraftwerk) im Spätsommer 2012 gesetzt. Dann soll auch mit dem Bau des Kalina-Kraftwerks begonnen werden, das die Daldrup-Tochter Exorka als Generalunternehmer durchführen wird. Die Fertigstellung des Kraftwerks ist für kommendes Jahr im Sommer geplant.

Die Projektgesellschaft, an der Daldrup mehrheitlich aber auch der Schweizer Energieversorger Axpo und die Gemeinde Oberhaching beteiligt sind, wird aus dem wärmegeführten Stromprojekt die Gemeinde Oberhaching und die Gemeinde Taufkirchen mit jeweils rund 20 Megawatt Wärmeleistung nach Fertigstellung des Heizkraftwerks beliefern. Abnahmeverträge für die Wärme sind mit den Gemeinden bereits geschlossen, eine Einspeisezusage von E.ON für den Strom liegt vor.

Daldrup entwickelt sich mit dem geothermischen Projekt Taufkirchen strategisch vom reinen Bohrdienstleister weiter zum unabhängigen, mittelständischen Energieversorger.

Quelle: Daldrup & Söhne AG

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