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Zweites Geothermiekraftwerks in Rheinland-Pfalz ans Netz gegangen

16. November 2012

Wie die Pfalzwerke in einer Presseinformation mitteilen, wurde am Montag dieser Woche das Geothermie-Kraftwerk der Pfalzwerke geofuture GmbH in Insheim, im Beisein der Wirtschaftsministerin des Landes Rheinland-Pfalz und den Vorstandsmitgliedern der Pfalzwerke Aktiengesellschaft, offiziell in Betrieb genommen.

Eveline Lemke, Wirtschaftsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, überreichte den Vorstandsmitgliedern der Pfalzwerke Aktiengesellschaft, Herrn René Chassein und Herrn Dr. Werner Hitschler, persönlich die Betriebserlaubnis für das Kraftwerk und startete damit gemeinsam mit Vorständen, Aufsichtsratsmitgliedern, Geschäftsführern und weiteren Gästen aus Politik und Wirtschaft symbolisch die Energiegewinnung aus der Erde. Das Kraftwerk in Insheim ist dann nach fünfjähriger Planungs- und Bauphase offiziell  in Betrieb gegangen.

Die Anlage in Insheim verfügt neben der Förderbohrung über eine "doppelte" Reinjektionsbohrung, das heißt aus der eigentlichen Reinjektionsborhung wurde noch eine so genannte Ablenkbohrung abgeteuft, damit sich das Wasser im Untergrund schneller und großräumiger verteilen kann. Ständige Überwachungen mit Hilfe von Online-Oberflächen- und Tiefenmessungen sorgen für eine schnelle Analyse und Reaktionsmöglichkeiten und damit für einen sicheren Betrieb.

Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke wies darauf hin, dass bei dem Kraftwerksprojekt die Ergebnisse des Mediationsverfahrens „Tiefe Geothermie Vorderpfalz“ berücksichtigt worden seien. Sie sagte: „Wir unterstützen die Unternehmen, die die Ergebnisse des Mediationsverfahrens mittragen und in Rheinland-Pfalz investieren wollen.“

Dr. Werner Hitschler bedankte sich im Namen der Pfalzwerke für das entgegengebrachte Vertrauen der Politik und der Bürgerinnen und Bürger: „Gerade weil das Thema Geothermie in der Region kontrovers diskutiert wird, freue ich mich besonders, dass die Insheimer Bürgerinnen und Bürger uns das Vertrauen geschenkt haben“. Der Gemeinderat Insheim hatte sich seinerzeit einstimmig für den Bau der Anlage ausgesprochen.

Betreiber der Anlage ist die Pfalzwerke geofuture GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Pfalzwerke Aktiengesellschaft. Für die Bohrungen, den Thermalwasserkreislauf und die Errichtung der Kraftwerksanlage zeichnet die Firma Bestec GmbH verantwortlich. Mit einer elektrischen Leistung von 4,8 Megawatt und circa 8.000 Betriebsstunden pro Jahr wird das Kraftwerk zukünftig rund 33.700 Megawattstunden Strom erzeugen. Damit können rein rechnerisch etwa 8.000 Haushalte mit elektrischer Energie umweltfreundlich versorgt werden. Ferner ist die Anlage bereits jetzt darauf ausgelegt, an das Nahwärmenetz angeschlossen zu werden und damit rechnerisch rund 600 bis 800 Haushalte mit Wärme zu versorgen. (js)

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