Kontakt
AFK-Geothermie GmbH
Am Claim 2
85609 Aschheim
Telefon: (089) 189 39 99 - 10
Fax: (089) 189 39 99 - 22
E-Mail: info [at] afk-geothermie.de
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Die Bemühungen der Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim um regionale Energieautonomie und um die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe wurden ab 2005 in einem konkreten Konzept umgesetzt. Im Oktober desselben Jahres erteilte das Bayerische Wirtschaftsministerium die Genehmigung zur Aufsuchung von Erdwärme im Erlaubnisfeld Ascaim.
Im März 2008 schlossen sich die Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim zur interkommunalen AFK-Geothermie GmbH zusammen. Im September 2008 wurde mit der Niederbringung der Förderbohrung begonnen. Die Förderbohrung ist bis 2.107 Meter (MD) vertikal abgeteuft und wurde dann um 10 Grad nach Osten abgelenkt. Die Injektionsbohrung hat von 821 bis 2.700 Meter (MD) eine Neigung von 24 Grad nach Süd-Süd-West.
Vier mit fossilen Brennstoffen betriebene Reserveheizkessel (mit einer Leistung von jeweils rund 10 Megawatt) sowie eine Wärmepumpe gewährleisten auch zur Spitzenlastzeit eine optimale Wärmeversorgung. Der geothermische Anteil im Fernwärmenetz lag 2025 bei 64 Prozent.
Die Investitionskosten belaufen sich auf circa 60 Millionen Euro, die von den drei Gemeinden getragen werden. Gefördert wurde die interkommunale Zusammenarbeit vom Bayerischen Wirtschaftsministerium mit einer Million Euro.
Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage wird der Ausbau der Anlage stetig vorangetrieben: Das Fernwärmenetz, mit dem inzwischen rund 1.700 Haushalte und Gewerbebetriebe versorgt werden, umfasst inzwischen mehr als 150 Kilometer (Stand 2025).
Die Fördermenge wurde durch den Einbau einer neuen Tauchkreiselpumpe von 75 Liter pro Sekunde auf 85 erhöht. Das geförderte Tiefengrundwasser wurde nach einem Antrag als Heilwasser anerkannt.
Um künftig noch mehr Kunden versorgen zu können und den Geothermie-Anteil im Wärmenetz auf mehr als 90 Prozent zu heben, bereitet die AFK-Geothermie eine zweite Dublette vor. Geplant sind die Bohrungen für das Jahr 2026. Bereits im Frühjahr 2026 soll – parallel zu den Vorbereitungen der neuen Bohrungen – der Bau einer zweiten Energiezentrale beginnen. Voraussichtlich ab Mitte 2027 soll die neue Anlage in Betrieb gehen. Langfristig ist geplant, dass die AFK-Geothermie etwa die Hälfte des gesamten Wärmebedarfs der drei Kommunen abdeckt.