Hamburg

Projektgebiet:
Bohrplatz Hamburg-Wilhelmsdorf
Status
in Bau
TH 1 in m (MD)
1.400
TH 2 in m (MD)
1.300
Nutzungsart
Hydrothermal, Dublette
Temperatur in °C
48
Förderrate in L/s
39
Zielnutzhorizont
Sandstein
Installierte thermische Leistung in MW
6

Kontakt

Hamburger Energiewerke GmbH
Ausschläger Elbdeich 123
Postfach 26 14 64
20504 Hamburg
Telefon: (040) 6396 3442
E-Mail: energiewende-hamburg [at] hamburger-energiewerke.de

 

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Auf der größten Hamburger Elbinsel Wilhelmsburg entsteht die erste Geothermie-Anlage der Hansestadt. Sie ist ein Bestandteil des Energiewende-Projekts „Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg“ (IW3), die dem stark wachsenden Stadtteil zu einer klimafreundlichen, dezentralen Wärmeversorgung verhelfen soll. IW3 gehört zu den „Reallaboren der Energiewende“ aus dem Programm NextGenerationEU, mit dem die Umsetzung von Innovationsvorhaben im Industriemaßstab gefördert wird.

Für das Projekt „Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg“ hat sich ein Konsortium aus verschiedenen Partnern gebildet: Dazu gehören die Hamburger Energiewerke gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Hamburg Energie Geothermie GmbH (HEGeo), CONSULAQUA, die Hamburg Institut Research gGmbH (HIR), die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

Nach einer rund zehnjährigen Planungszeit haben im Januar 2022 die Bohrungen begonnen. Im August 2023 wurden die Fördertests erfolgreich abgeschlossen. Aus einer Tiefe von rund 1.400 Metern kann rund 48 Grad warmes Wasser gefördert werden. Mithilfe einer mehrstufigen Wärmepumpen-Anlage wird die Wassertemperatur auf rund 80 Grad Celsius erhöht. 

Die rund 1,4 Kilometer lange Anbindungsleitung von der Geothermie-Anlage an das Wärmenetz soll im Frühsommer 2026 fertiggestellt werden. Die kommerzielle Wärmelieferung soll im Laufe des Jahres 2026 beginnen. Aufgrund des mehrstufigen Wärmepumpenprozesses kann die Zahl der versorgten Haushalte von rechnerisch ursprünglich 4.700 auf über 6.000 erhöht werden. 

Als „Reallabor der Energiewende“, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) das Projekt „Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg“ mit insgesamt rund 22,5 Millionen Euro, um die Forschung und Entwicklung im Bereich zukunftsweisender Energietechnologien zu unterstützen.

Anzahl der Bohrungen
2