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Stadtwerke München
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Die beiden Besonderheiten dieser Anlage sind ihre Größe und ihre Standort. Mit einer geplanten Wärmeleistung von mehr als 80 Megawatt - dazu kommen noch gut 21 Megawatt aus einer Großwärmepumpe, die an den Fernwärmerücklauf angeschlossen wird - entsteht im Münchner Südosten die größte Geothermie-Anlage auf dem europäischen Kontinent. Nur die Vulkaninsel Island hat eine noch größere Anlage.
Ebenso außergewöhnlich ist an dem Großprojekt der Stadtwerke München , dass die Geothermie-Anlage mit bis zu vier Förder- und vier Reinjektionsbohrungen auf der Liegewiese des Michaelibads im Stadtteil Neuperlach entstehen soll. Nach der Fertigstellung soll von der Anlage aber kaum etwas zu sehen sein soll. Der Bohrkeller bekommt eine unterirdische Ausführung mit zwei kleinen Zugangsbauwerken. Alle üblicherweise an der Oberfläche verbleibenden Anlagenteile einer Geothermie-Bohrung werden komplett unterirdisch verlegt, so dass den Badegästen nach dem Ende der Baumaßnahmen ein Großteil der Liegewiese wieder zur Verfügung steht.
Als besonders geeignet bezeichnen die Stadtwerke München den gewählten Standort, weil ein ein hohes Wärmepotenzial im Untergrund gegeben ist, eine gute Anbindung an das Fernwärmenetz möglichst ist und ein hoher Wärmebedarf im Umfeld besteht – nicht zuletzt durch das Michaelibad selbst, dessen Wärmeversorgung künftig klimaneutral erfolgen soll.
Der Spatenstich erfolgte im September 2024, unter anderem mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. 2025 wurden zunächst verschiedene vorbereitende Baumaßnahmen ausgeführt: Auf die Errichtung eines umlaufenden Lärm- und Sichtschutzzauns (Juni), die Baufeldvorbereitung für den Bohrplatz (August), den Bau eines Brauchwasserbrunnens und die Einrichtung des Besuchercontainers „Checkpoint Michi“ (beides Oktober) folgten zum Jahresende die acht Standrohrbohrungen.
Für 2026 ist der Bau des unterirdischen Bohrkellerbauwerks vorgesehen. Laut den Stadtwerken München beginnt diese Phase voraussichtlich Mitte 2026. Die geplante Bauzeit beträgt rund 20 Monate. Sind die Bohrkeller fertiggestellt, geht es weiter zu den Bauabschnitten Wärmezentrale und Tiefbohrungen.