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Staufer-Kaserne
Ausbildungszentrum Spezielle Operationen
Kasernenstraße 20
88630 Pfullendorf
Telefon (07552) 405-2010
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Der geologische Aufbau des Untergrunds im Gebiet Oberschwaben ist aus früheren Untersuchungen der Erdöl- und Erdgasindustrie sowie aus Bohrungen zur Thermalwassergewinnung gut bekannt und dokumentiert. Zusätzliche geologische Untersuchungen vor dem Projektstart hatten in Pfullendorf ein geeignetes Reservoir in einer Tiefe von etwa 1.500 Metern aufgezeigt.
Da die Bundeswehr bei der Energieversorgung ihrer Liegenschaften verstärkt auf den Einsatz CO2-neutraler Energieträger setzt, wurde für die Staufer-Kaserne die Entscheidung zugunsten der Tiefengeothermie-Anlage getroffen. Hierzu investierte das Bundesministerium der Verteidigung rund 15,9 Millionen Euro.
Begonnen hatte die Bundeswehr mit dem Bau der Geothermie-Anlage bereits im Jahr 2013. Bis März 2014 wurden zwei rund 1.500 Meter tiefe Bohrungen abgeteuft. Um weitere Erkenntnisse über Temperatur, Fördermenge und Zusammensetzung des Tiefenwassers zu gewinnen, folgten Pumptests und Wasseranalysen im Anschluss an die Bohrarbeiten.
Hier kam es jedoch zu Verzögerungen - auch bedingt durch einen Wechsel der Planer. Auch die Analysen selbst stellten das Projekt vor Herausforderungen: Die Salz- und Kohlenstoffdioxid-Gehalte waren höher als erwartet. Der technische Ausbau gestaltete sich daher anspruchsvoll. Statt der geplanten drei Jahre dauerten Planung und Bauzeit insgesamt acht Jahre, bevor im Dezember 2019 der Probebetrieb starten konnte. Auch Lieferprobleme hatten den Start laut Bundeswehr verfach verzögert.
Mit der Geothermie-Anlage kann der Wärmebedarf der Staufer-Kaserne fast vollumfänglich gedeckt werden. Zusammen mit den bereits in der Kaserne errichteten Photovoltaik-Anlagen wurde das Zwischenziel einer CO2-neutralen Liegenschaft erreicht.