Trostberg

Projektgebiet:
Stadt Trostberg.
Status
in der Entwicklung
TH 1 in m (MD)
ca 4.500 (geplant)
Nutzungsart
Hydrothermal, Dublette
Temperatur in °C
ca. 110 (erwartet)
Förderrate in L/s
ca 150 (erwartet)
Zielnutzhorizont
Oberjura
Installierte thermische Leistung in MW
50 (geplant)

Kontakt

Erdwärme Alz GmbH
Prinzregentenstraße 64
81675 München

Quelle(n)

Geothermie Trostberg

Weitere Projekte der Region

Die Stadt Trostberg im oberbayerischen Landkreis Traunstein liegt in einer attraktivsten Regionen Bayerns zur Gewinnung von Erdwärme. In der Umgebung versorgen bereits die Tiefengeothermie-Anlagen in Traunreut, Garching an der Alz und Kirchweidach zahlreiche Haushalte und Unternehmen mit heimischer Energie aus der Tiefe. Nun sollen auch Trostberg und weitere Städte und Gemeinden im südwestlichen Chiemgau eine Wärmeversorgung aus Tiefengeothermie erhalten.

Die Geothermie Trostberg will die Erdwärme mit insgesamt vier Tiefbohrungen für die Versorgung der Region nutzbar machen. Der Standort für das geplante Geothermie-Heizwerk befindet sich im Bereich des Weilers Fernhub, etwa vier Kilometer südlich der Stadt Trostberg und einen Kilometer östlich von Altenmarkt an der Alz gelegen.

Nach den Planungen, die bei einer Informationsveranstaltung im Januar 2026 vorgestellt wurden, ist der Bau des Bohrplatzes ab dem vierten Quartal 2026 vorgesehen. Die Bohrarbeiten selbst sind ab der Jahresmitte 2027 geplant. Die Versorgung von Haushalten und Unternehmen mit Wärme aus Tiefengeothermie soll – sofern die Fernwärmeleitungen bis dahin gebaut sind – im Herbst 2029 beginnen. 

Zu den Partnern des Projektentwickler Erdwärme Alz GmbH zählen GEOS (Geologische Bohrplanung, Geologische Machbarkeitsstudie, Geologische Begleitung der Bohrarbeiten), Kemco (Leitung der Bohrarbeiten, technische Planung der Bohrarbeiten) und IngKESS (Wärmekonzeptplanung für die Stadt Trostberg). Hinzu kommen die Diplomingenieurin Susanne Schuster (Landschaftsökologische Betrachtung, Spezielle Artenschutzrechtliche Prüfung, Ökologische Baubegleitung) und der Diplomgeologe Wolfgang Alt (Geologie, Genehmigungen, Grundwasserschutz).

Die erwartete thermische Kapazität der Geothermie Trostberg reicht aus, um den Wärmebedarf der Stadt Trostberg sowie weiterer Städte und Gemeinden der Region um Trostberg zu decken. So gehört die Stadt Trostberg dem Wärmeverbund Regionalwerk Chiemgau Rupertiwinkel an, der für die Planung der Fernwärmenetze im Chiemgau und Rupertiwinkel zuständig ist. Der Verbund umfasste im Januar 2026 schon 35 Städte und Gemeinden aus den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Rosenheim. Diese haben sich mit dem Ziel zusammengeschlossen, ein überregionales Wärmenetz zu realisieren und dieses vor allem mit Wärme aus Tiefengeothermie zu betreiben.

Anzahl der Bohrungen
4 (geplant)