Vulcan Energy meldet positive Testergebnisse an der ersten Bohrung am Bohrplatz Schleidberg

22.01.2026 | Lithium
Der Bohrplatz Schleidberg von Vulcan Energy

Am Standort Schleidberg, zwischen den bestehenden Geothermie-Standorten Insheim und Landau gelegen, hat Vulcan Energy im Mai 2025 mit der Umsetzung der ersten Phase des „Lionheart“-Projekts begonnen. Nach den Erkenntnissen über Temperatur und Lithiumgehalt stellen das Unternehmen nun auch die Werte für die Fließrate zufrieden. 

Im Zentrum des "Lionheart"-Projekts stehen die nachhaltige Produktion von klimaneutralem Lithium für die europäische Automobil- und Batterieindustrie und die Bereitstellung erneuerbarer Energie aus Tiefengeothermie. Insgesamt sind fünf neue Bohrplätze mit bis zu 24 weiteren Förder- und Reinjektionsbohrungen vorgesehen. Die bereits bestehenden Geothermieanlagen in Landau und Insheim werden zu einem vernetzten System ausgebaut, das jährlich bis zu 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat und große Mengen klimaneutraler Wärme für die Region liefern soll.

Nun meldet Vulcan Energy positive Ergebnisse des Produktionstests an der ersten Bohrung am Bohrplatz Schleidberg. Nachdem man sich bereits im November 2025 nach dem Abschluss der vertikalen Bohrung LSC-1 sowie des ersten Seitenasts LSC-1a zufrieden mit Temperatur und dem Lithiumgehalt in der Thermalsole zeigte (konkrete Werte wurden nicht bekannt), wurde nun über den neuen Seitenast LSC-1b die Leistung des Reservoirs in Bezug auf die Produktions- und Durchflussrate getestet.

Während des Tests konnte die starke Förderleistung des Bohrlochs selbst unter eingeschränkten Testbedingungen bestätigt werden, heißt es in der Mitteilung von Vulcan Energy. Ein mehrstufiger Produktionstest gab einen Produktionsindex (PI) zwischen 2,1 und 2,5 l/s/bar. Daraus folgt nach Unternehmensangaben eine potenzielle Förderrate von 105 bis 125  Litern pro Sekunde bei entsprechender Absenkung. Diese Daten seien im Einklang mit dem Erschließungsplan für das Lionheart-Projekt, das durchschnittliche Förderraten zwischen etwa 84 und 94 Litern pro Sekunde vorsieht. Alle weiteren relevanten Reservoirparameter entsprechen oder übertreffen weiterhin die Erwartungen und sind mit den Ergebnissen des Produktionstests konsistent.

LSC-1 ist die fünfte Bohrung von Vulcans erster Projektphase „Lionheart“. Jeweils zwei weitere Bohrungen in Insheim sowie in Landau sind bereits im Gange. Vulcans unternehmenseigene Bohrgesellschaft Vercana wird die Erschließung weiterer Bohrungen fortführen und in der zweiten Jahreshälfte 2026 die zweite Bohranlage V10 am nächsten Standort „Trappelberg“ in der Gemarkung Rohrbach errichten. Nach Abschluss der Komplettierungsarbeiten an der Bohrung LSC-1 am Standort Schleidberg wird die Bohranlage V20 auf die nächste Bohrung LSC-2 verschoben. 

Insgesamt plant Vulcan die Gewinnung von lithiumhaltiger Thermalsole aus bis zu 28 Bohrungen an sieben Standorten in und um Landau, um jährlich bis zu 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat zu produzieren. Damit schafft Vulcan eine inländische, nachhaltige und kostengünstige Lithiumquelle für die europäische Batterie- und Elektrofahrzeugindustrie. Darüber hinaus will Vulcan durch die Nutzung von tiefer Geothermie jährlich 275 Gigawattstunden (GWh) grünen Strom produzieren sowie 560 GWh erneuerbare Wärme für die Region bereitstellen.

 kommentiert: „Nachdem wir unsere Erwartungen an die Reservoirqualität – einschließlich Durchlässigkeit, Lithiumgehalt, Temperatur und Druckverhalten – bereits bestätigen oder sogar übertreffen konnten, freuen wir uns nun über die positiven Ergebnisse des Produktionstests von LSC‑1b. Der Test wurde von unserem Team sicher, effizient und im Rahmen des vorgesehenen Budgets durchgeführt. 

"Die positiven Resultate geben uns zusätzliche Sicherheit für den Bau und die Umsetzung der ersten Projektphase, die nach Abschluss des Finanzierungspakets im Dezember letzten Jahres bereits begonnen hat", sagt Cris Moreno, Managing Director und CEO von Vulcan Energy. "Nach dem Start der kommerziellen Produktion im Jahr 2028 wird Vulcan Europa mit nachhaltigem, kostengünstigem Lithium für die Batterie- und Elektrofahrzeugproduktion versorgen. Durch die Erzeugung geothermischer Energie werden wir außerdem einen Beitrag zur regionalen Wärmewende leisten.“

Quelle:

Vulcan Energy