Norddeutsches Becken

Potsdam

Geothermie Potsdam.

Die Hauptstadt des Landes Brandenburg hat sich in Sachen Erdwärme viel vorgenommen: Schon zum Jahr 2035 soll die Wärmeversorgung von Potsdam vollständig auf erneuerbaren Energien umgestellt sein. Die Stadtwerke Potsdam planen deshalb bis 2030 sechs Tiefengeothermie-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 25 Megawatt. Die erste davon ist seit 2024 in Betrieb. 

Status
in Betrieb
Installierte thermische Leistung in MW
4,3

Prenzlau

Prenzlau.

Die Geschichte der Geothermie in Prenzlau - Kreisstadt des nordbrandenburgischen Landkreises Uckermark - ist weitaus älter als die aktuelle Baustelle in der Innenstadt. Schon in den 1980er-Jahren wurde erfolgreich nach Thermalwasser gebohrt. Auch eine geothermische Heizzentrale war zu dieser Zeit schon in Betrieb. Mit einem neuen Geothermie-Projekt, für das im Jahr 2025 die Bohrarbeiten begonnen haben, wollen die Stadtwerke Prenzlau künftig einen Großteil des Wärmebedarfs decken. Auch ein der alten Bohrungen kommt dabei zum Einsatz. 

Status
in der Entwicklung
Installierte thermische Leistung in MW
4,5

Schwerin

Die Geothermie-Anlage der Stadtwerke Schwerin ist seit Oktober 2024 in Betrieb und liefert eine Wärmeleistung von bis zu sieben Megawatt. Die Besonderheit dieses Projekts ist die deutschlandweit erstmalig angewendete Kombination aus mitteltiefer Geothermie und Wärmepumpen. Die Anlage in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern ist damit speziell an die regionalen Gegebenheiten im Norddeutschen Becken angepasst.

Status
in Betrieb
Installierte thermische Leistung in MW
7

Groß Schönebeck (in-situ-Geothermielabor)

Groß-Schönebeck

Die Forschungsplattform Groß Schönebeck des Deutschen GeoForschungsZentrums liegt 50 Kilometer nordöstlich von Berlin am südlichen Rand des Norddeutschen Beckens. Sie dient als Referenzstandort für die Entwicklung geothermischer Technologien für hydrothermale Speichergesteine mit geringer Durchlässigkeit. Zwei Forschungsbohrungen erschließen Horizonte in Tiefen zwischen 3,9 und 4,4 Kilometern bei Temperaturen um 150 Grad Celsius.

Status
beendet

Neuruppin

Bohrarbeiten in Neuruppin; Quelle: http://www.geothermie.de/

Schon seit 2007 wird in der brandenburgischen Kreisstadt Neuruppin rund 63 Grad Celsius warmes Tiefenwasser für einen Hotel- und Freizeitkomplex sowie für das örtliche Fernwärmenetz gefördert. Zusätzlich zu dieser privatwirtschaftlich realisierten Anlage haben jetzt auch die Stadtwerke Neuruppin ein eigenes Geothermie-Projekt gestartet. Die Bohrarbeiten wurden 2024 erfolgreich abgeschlossen. Die Wärmelieferung ist ab 2027 geplant. 

Status
in Betrieb
Installierte thermische Leistung in MW
1,4

Waren (Müritz)

In Waren an der Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) befindet sich das erste deutsche Erdwärme-Kraftwerk im Megawatt-Leistungsbereich. Die Inbetriebnahme fand 1984, also noch zu DDR-Zeiten, statt. Das Projekt entstammt dem Bestreben der DDR-Regierung, unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden.

Status
in Betrieb
Installierte thermische Leistung in MW
0,5

Neustadt-Glewe

Erdwärme Neustadt-Glewe

Die Geothermie-Anlage in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) war das erste Kraftwerk in Deutschland, das die Erdwärme zur Stromerzeugung nutzte. 2010 wurde jedoch die Stromerzeugungsanlage aufgrund eines technischen Defekts und der damit verbundenen Unwirtschaftlichkeit stillgelegt. Ohnehin dient die Anlage in erster Linie der Wärmeversorgung - und das bereits seit 1994. 

Status
in Betrieb
Installierte thermische Leistung in MW
5

Hannover

Genesys-Bohrung Geozentrum Hannover

Das Geothermie-Pilotprojekt GeneSys (Generierte Geothermische Energiesysteme) wurde von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)  sowie dem Leibniz Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) durchgeführt.

Status
ruhend
Installierte thermische Leistung in MW
2