Als erster Energieversorger in Baden-Württemberg werden die Stadtwerke Bruchsal künftig Fernwärme aus Tiefengeothermie anbieten. Ein entsprechender Liefervertrag wurde jetzt mit der EnBW unterzeichnet. Das Projekt soll zur nächsten Heizperiode, also im Herbst dieses Jahres, starten.
Die Entwicklung der Tiefengeothermie in Bayern bleibt eine Erfolgsgeschichte: Mit der Inbetriebnahme zweier Vorzeigeprojekte erhöhte sich die Zahl der Anlagen in diesem Jahr auf 27. Für das Praxisforum Geothermie Bayern nur zwei von vielen guten Gründen, um auf ein erfolgreiches Jahr zurückzublicken und voller Zuversicht ins Jahr 2026 zu starten.
Die Heizkosten in Deutschland haben 2024 ein neues Rekordhoch erreicht. Besserung bringt nur der Umstieg auf Erneuerbare Energien. Das unterstreicht die neue Marktanalyse des Praxisforums Geothermie Bayern für die Heizperiode 25/26. Der Preistrend zeigt: Die Wärme aus den bayerischen Geothermie-Anlagen hält die Preise für die Verbraucher stabil.
Das Ziel ist längst Gesetz: Bis zum Jahr 2045 will Deutschland die Treibhausgasneutralität erreichen. Wenn es aber um das Heizen der Gebäude geht dominiert noch immer das Verbrennen fossiler Energieträger. Die umweltfreundliche Fernwärme - wie etwa aus Tiefengeothermie - sorgt aber für einen "echten Wendepunkt", heißt es im neuen "Techem-Atlas".
Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat die Klage der Deutschen Erdwärme gegen die Vergabe der Aufsuchungsrechte im Rheinhafen an die EnBW und Stadtwerke Karlsruhe abgewiesen. Damit steht die Nutzung der Tiefengeothermie im Gebiet „Karlsruhe Süd I“ für beide Energieversorgungsunternehmen weiterhin im Fokus. Die Deutsche Erdwärme prüft mögliche weitere
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat eine Jahresstatistik zur oberflächennahen Geothermie in Niedersachsen veröffentlicht. Diese zählte zum 01. Januar 2025 rund 26.600 Anlagen, etwa doppelt so viele wie noch 2018. Insgesamt werden im Bundesland nun 30 Kilowatt thermische Leistung mithilfe der Erdwärme erzeugt, so stadt+werk.
Die Deutsche Energieagentur (dena) hat ein Konzept vorgelegt, wie durch die Einbindung von externen Akteuren zusätzliche regenerative Quellen für die Fernwärmeversorgung aktiviert werden können. Das kann die Wärmewende beschleunigen und die Kosteneffizienz steigern.
Der Landkreis München macht es vor, wie die Wärmewende gelingen kann: Von der gesamten Wärmeleistung, die in Deutschland aus Geothermie verfügbar ist, entfällt über die Hälfte auf diese Region. 26 Prozent des gesamten Wärmebedarfs im Landkreis München kommt so inzwischen aus Erneuerbare Energien. Deutschlandweit sind es erst knapp 18 Prozent.
Tiefengeothermie kann einen entscheidenden Beitrag zur Wärmewände in Deutschland leisten. Bayern ist mit insgesamt 25 Projekten in diesem Bereich bundesweit Vorreiter. Das neueste Projekt in Polling haben kürzlich Dr. Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien, und Dr. Florian
Wie der rbb berichtete, übernimmt Berlin die Kraftwerke und Leitungen von Vattenfall. Diese Entscheidung stößt auf Unterstützung seitens der Opposition und Umweltschützer, die den Rückkauf des Fernwärmenetzes befürworten. Sie äußern jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Effektivität und Nachhaltigkeit des geplanten Umbaus des Wärmesystems.