Molassebecken

München-Neuperlach (Michaelibad)

Michaelibad München

Bis spätestens 2040 wollen die Stadtwerke München den Fernwärmebedarf der bayerischen Landeshauptstadt klimaneutral decken. Die wichtigste Technologie auf diesem Weg ist in München die Tiefengeothermie. Sechs Geothermie-Anlagen betreiben die Stadtwerke bereits in und um München. Die siebte entsteht im Münchner Südosten auf dem Gelände des Michaelibads und soll ab 2033 rund 75.000 Menschen versorgen. 

Status
in der Entwicklung

Trostberg

Stadt Trostberg.

Die Stadt Trostberg im oberbayerischen Landkreis Traunstein liegt in einer attraktivsten Regionen Bayerns zur Gewinnung von Erdwärme. In der Umgebung versorgen bereits die Tiefengeothermie-Anlagen in Traunreut, Garching an der Alz und Kirchweidach zahlreiche Haushalte und Unternehmen mit heimischer Energie aus der Tiefe. Nun sollen auch Trostberg und weitere Städte und Gemeinden im südwestlichen Chiemgau eine Wärmeversorgung aus Tiefengeothermie erhalten.

Status
in der Entwicklung
Installierte thermische Leistung in MW
50 (geplant)

Kirchweidach-Halsbach

Naturwärme Kirchweidach-Halsbach

Die Naturwärme Kirchweidach-Halsbach ist ein Joint Venture der Gemeinde Kirchweidach im oberbayerischen Landkreis Altötting mit dem dort ansässigen Gemüsebauunternehmen Steiner. Beide Partner sind Pioniere bei der Nutzung von Geothermie im Landkreis Altötting seit der Bohrung in Kirchweidach. Mit der erfolgreichen Umsetzung des neuen Projekts wurde die Firma Steiner das deutschlandweit erste Gemüsebauunternehmen, das sich mit Wärme aus einer eigenen Geothermiequelle versorgen kann.

Status
in Betrieb
Installierte thermische Leistung in MW
32

Pfullendorf

Die Geothermie-Anlage der Staufer-Kaserne in Pfullendorf.

Die Staufer-Kaserne in Pfullendorf (Baden-Württemberg) ist nicht nur die Heimat des Ausbildungszentrums Spezielle Operationen, sondern auch der Standort eines deutschlandweit noch einzigartigen Projekts der Wärmewende: Im November 2020 wurde hier die erste Tiefengeothermie-Anlage der Bundeswehr offiziell in Betrieb genommen. Die Kaserne gilt seitdem als erste „grünen Liegenschaft“ der Bundeswehr. 

Status
in Betrieb
Installierte thermische Leistung in MW
5,7

Gauting

Gemeinde Gauting.

Das Geothermieprojekt Gauting umfasst die Planung, die Errichtung und den Betrieb von Tiefenwasserbohrungen, Wärmekraftwerken und Fernwärmenetzteilen in der Umgebung des Flughafens Oberpfaffenhofen im oberbayerischen Landkreis Starnberg. Der Hauptbetriebsplan wurde beim Bergamt Südbayern im Frührjahr 2024 eingereicht und im Herbst 2024 genehmigt. Ein Zeitplan für die Umsetzung ist noch nicht bekannt. Verhandlungen über die Abnahme der Wärme laufen noch.  

Status
in Planung

München-Karlsfeld (MAN Truck & Bus)

Das MAN-Stammwerk in München.

Der Münchner Nutzfahrzeugehersteller MAN Truck & Bus SE will sein Stammwerk auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung umstellen. Als Partner für ein Geothermie-Projekt hat sich das Unternehmen die Münchner Vorortgemeinde Karlsfeld ins Boot geholt, die direkt an das MAN-Werk angrenzt. Das Ziel ist der erste Wärmeverbund in der Region München zwischen einem großen Industrieunternehmen und einer Kommune. 

Status
in Planung

München-Allach (MTU Aero Engines)

Es ist ein Leuchtturmprojekt für die Tiefengeothermie in Deutschland: Als erstes Unternehmen aus dem wichtigsten deutschen Aktienindex DAX 40 hat der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines ein eigenes Geothermie-Projekt realisiert. Die Anlage deckt bis zu 80 Prozent des Wärmebedarfs der Gebäude und Werkshallen, die bislang mit Erdgas versorgt wurden.

Status
in Betrieb

Geiselbullach

Das Gemeinsame Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der oberbayerischen Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau (GfA) hat die Erlaubnis erhalten, an ihrem Standort in Geiselbullach (Stadt Olching) nach Erdwärme zu suchen. Die dafür gegründete GfA-Tochtergesellschaft "Amperland Thermalwärme" ist ein bundesweit einmaliges Projekt, das die Wärmeerzeugung aus Abfallverbrennung mit der Geothermie verbinden will. Die Bohrungarbeiten sollen Anfang 2026 beginnen.

 

Status
in der Entwicklung

Garching a. d. Alz

Was lange währt, wird endlich gut: 13 Jahre nach der ersten Machbarkeitsstudie ist die Geothermie-Anlage in Garching a. d. Alz im Jahr 2021 in Betrieb gegangen. Nach einer wechselhaften Vorgeschichte führte die Silenos Energy GmbH das Projekt zum erfolgreichen Abschluss. Dient die Anlage aktuell ausschließlich der Stromproduktion, soll die gewonnene Energie ab 2028 ein örtliches Wärmenetz speisen. 

Status
in Betrieb
Installierte thermische Leistung in MW
6,88
Installierte elektrische Leistung in MW
4,9

Polling

Der Bohrplatz der Erdwärme Inn.

Das Geothermie-Projekt im oberbayerischen Polling ist ein Beispiel für die vielseitige Wärmenutzung aus Tiefengeothermie. So soll die Fernwärme sowohl zum Beheizen der Gewächshäuser des Gemüse- und Früchteanbauers Reichenspurner Hof mit einer Produktionsfläche von über 360.000 Quadratmetern eingesetzt werden als auch für das Beheizen von Wohnhäusern.

Status
in der Testphase
Installierte thermische Leistung in MW
30 MW erwartet