Kontakt
Amperland Thermalwärme GmbH
Josef-Kistler-Weg 22
82140 Olching
Telefon: (08142) 440 691
E-Mail: info [at] atw-gmbh.de
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Das Gemeinsame Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau (GfA) versorgt bereits heute die Stadt Olching, die Gemeinde Bergkirchen und umliegende Gewerbegebiete mit Fernwärme aus der Abfallverbrennung. Im Geschäftsjahr 2021 beispielsweise wurden gut 87.000 Megawattstunden (MWh) Wärme und 56.000 MWh Strom aus der thermischen Verwertung aus rund 120.000 Tonnen fester Siedlungsabfälle gewonnen. Das Unternehmen betreibt seit 1983 das Kraftwerk in Geiselbullach und eine Deponie in Jedenhofen. Nun soll mit der Geothermie ein weiteres Standbein hinzukommen.
Unterhalb des Erlaubnisfeldes "Geiselbullach" der GfA liegt der Oberjura rund 2.000 Meter tief und weist Temperaturen von etwa 73 Grad Celsius auf. Das als Industriegebiet klassifizierte Grundstück der GfA verfügt über ideale Voraussetzungen für geothermische Bohrungen und den Betrieb eines Geothermiekraftwerks. Durch die bestehende Abfallverbrennung liegt ein umfassendes Sicherheitskonzept bereits vor - unter anderem für den Schutz und die Überwachung des Grundwassers oder eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Anlage.
Die Geothermie birgt das Potenzial, den Energiestandort Geiselbullach aufzuwerten. So ist beispielsweise eine höhere Unabhängigkeit der Fernwärmeversorgung von Brennstoffen, ein erhöhtes und abgesichertes Wärmepotenzial sowie eine effizientere Gestaltung der Versorgungsinfrastruktur möglich. Für die Umsetzung des Projekts wurde die Geothermie-Gesellschaft Amperland Thermalwärme GmbH gegründet, um die Geschäfte der Müllverbrennungsanlage und des Geothermie-Projekts zu trennen.
Der Hauptbetriebsplan für das Geothermie-Projekt der Amperland Thermalwärme wurde im Juni 2025 vom Bergamt Südbayern genehmigt. Den Auftrag für die Tiefenbohrungen hat die Daldrup & Söhne AG erhalten. Die Bohrlängen betragen rund 2.430 m und 3.300 Meter. Der Spatenstich für den Bohrplatzbau erfolgte im September 2025. Am Barbaratag, 4. Dezember 2025, wurde die Meißelweihe mit dem Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber gefeiert. Der Beginn der Bohrungen ist für Anfang 2026 vorgesehen.