Mit dem erfolgreichen Abschluss einer Erkundungsbohrung sorgt Fervo Energy für Aufsehen: In einer Tiefe von rund 3.400 Metern stieß das US-amerikanische Tiefengeothermie-Startup auf eine Ressourcentemperatur von mehr als 290 Grad Celsius.
Die Schweiz zeigt sich einmal mehr als schwieriger Standort für die Tiefengeothermie: Die Zentralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) hat ihr 2023 gestartetes Erdwärme-Projekt im Kanton Luzern auf Eis gelegt. Parallel dazu ist aber auch ein neues Projekt der CKW bekannt geworden.
Eine Geothermie-Anlage zur Beheizung eines großen Gewächshauses oder eine neue Bohrung für die Therme Bad Blumau: Im österreichischen Bundesland Steiermark kommen sich zwei Projekte in die Quere. Jetzt müssen die Behörden entscheiden, welches Projekt zuerst loslegen darf.
Gibt es neue Hoffnung für das geplatzte Geothermie-Großprojekt in der österreichischen Steiermark? Laut der Stadt Graz ist die OMV wieder zu Gesprächen bereit, ein „wichtiges Zeitfenster“ tue sich auf, um die Chancen des Projekts weiter auszuloten. Bei der OMV betont man, dass derzeit Alternativen geprüft werden.
Am Fuß des Newberry-Vulkans im US-Bundesstaat Oregon entsteht derzeit ein Projekt, das die Grenzen der bisherigen Geothermie deutlich erweitern will. Ingenieurteams arbeiten daran, das heißeste Erdwärme-Kraftwerk aller Zeiten zu konstruieren.
Große Aufregung um ein Leuchtturmprojekt der Tiefengeothermie in Österreich: Die OMV hat das erst im Sommer angekündigte Geothermie-Projekt „Tiefenkraft“ in der Steiermark gestoppt. Im Hintergrund wird heftig um die Fernwärmesparte der Grazer Stadtwerke gerungen.
Aarhus, die zweitgrößte Stadt in Dänemark, hat einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Wärmeversorgung gemacht: Die erste Wärme aus Tiefengeothermie fließt nun zu den Haushalten – aus dem zukünftig größten integrierten geothermischen Fernwärmesystem in der Europäischen Union.
Die Geo-Energie Suisse (GES) hat ihre neuesten Aktivitäten für das Schweizer Pilotprojekt Haute-Sorne erfolgreich abgeschlossen. Die jüngsten Tests zeigten, dass es möglich ist, die Durchlässigkeit des Gesteins ausreichend zu erhöhen, um unter Einhaltung der seismischen Schwellenwerte ein verwertbares geothermisches Reservoir zu erhalten.
Das österreichische Bundesland Niederösterreich setzt in den kommenden Jahren stark auf die Tiefengeothermie für die regionale Wärmeversorgung. Die EVN AG (Energieversorgung Niederösterreich) plant zwei Anlagen bis zum Jahr 2035. Jetzt fiel der Startschuss für dieses „Generationenprojekt“.
Auf den Kanarischen Inseln ist ein Wettlauf um die Nutzung der Erdwärme entbrannt: Auf Teneriffa, auf Gran Canaria und auch auf La Palma soll die erste Geothermie-Anlage der Kanaren entstehen. Kein Wunder, entstand die Inselgruppe doch einst aus Vulkanen. Der Energieschatz aus der Tiefe soll künftig das Rückgrat der dortigen Energieversorgung